"Ein Krebsgeschwür" Vatikan: Papst Franziskus kritisiert "Verräter" in katholischer Kirche

21.12.2017
Papst Franziskus kritisiert in seiner Weihnachtsansprache die katholische Kirche
© twitter/DoktorVatikan

Besinnliche Weihnachten sehen anders aus: Pünktlich zum Fest hat Papst Franziskus zum verbalen Rundumschlag gegen die katholische Kirche ausgeholt. 

Während seiner traditionellen Weihnachtsansprache vor der Kurie - der Leitungsebene der römischen Religionsgemeinschaft - attackierte der Pontifex vor allem deren Verwaltung.

So bezeichnete Franziskus Mitarbeiter im Vatikan als "Verräter" und warf ihnen "Ehrgeiz und Ruhmessucht" vor.

Auch Ex-Mitarbeiter bekamen ihr Fett weg. Diese würden sich als "Märtyrer" inszenieren, anstatt ihre Schuld einzuräumen.

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Ursprünglich ausgewählt, um seinen Reformen größere Kraft zu geben, hätten sie die Größe ihrer Verantwortung nicht verstanden und sich von Ehrgeiz und Ruhmessucht korrumpieren lassen.

"In Rom Reformen zu machen, ist wie die ägyptische Sphinx mit einer Zahnbürste zu putzen", schimpfte der 81-Jährige ​vor Kardinälen, Bischöfen und Priestern.

Bereits in den Vorjahren hatte Franziskus die Verwaltungsorgane der katholischen Kirche öffentlich scharf kritisiert.

2014 diagnostizierte er der Kurie unter anderem "spirituellen Alzheimer", Größenwahn, Scheinheiligkeit und Geschwätzigkeit.

Der gebürtige Argentinier predigt immer wieder eine "arme Kirche für die Armen" und verurteilt Verschwendungssucht.

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