Weltall-Update

"Oumuamua": Rätsel um Alien-Objekt endlich gelöst?

Das interstellare Objekt mit dem Namen "Oumuamua" stellt Forscher seit Jahren vor ein Rätsel. Nun gibt es eine neue Theorie bezüglich des Ursprungs dieses mysteriösen Weltraumkörpers.

Oumuamua
Das interstellare Objekt Oumuamua schwebt durch das All Foto: iStock / dottedhippo

Die unendlichen Weiten des Universums stecken voller Mysterien und unbeantworteter Fragen. Eines dieser Mysterien ist das riesige Gestein "Oumuamua", das Forscher seit Jahren ein Rätsel ist und dessen Ursprung nun möglicherweise geklärt wurde.

Das Rätsel um Oumuamua

Am 19. Oktober 2018 entdeckte ein Teleskop auf Hawaii den ungewöhnlichen "Besucher" unseres Sonnensystems. Da war er bereits mit 300.000 Stundenkilometern an der Erde vorbeigerauscht.

Besonders an diesem Objekt ist u. a. seine Form: Das rund 400 Meter lange Etwas ist untypisch länglich und erinnert an eine gigantische Weltraum-Zigarre.

Viel wurde spekuliert über die Herkunft von "Oumuamua". So wurde angenommen, dass es sich bei dem Objekt um einen Eisblock handle. Andere Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass der Körper zu leicht sei, um ein Asteroid oder Komet zu sein, und eher ein künstliches interstellares Objekt. Auch eine Alien-Theorie schwebte im Raum.

Der Begriff "Oumuamua" entstammt dem Hawaiischen und bedeutet übersetzt "zuerst erreichen".

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Teil einer "Super-Erde"

Nun gibt es eine neue Theorie über den Ursprung von "Oumuamua". So geht aus einem Bericht in der Nature Astronomy hervor, dass es sich bei dem mysteriösen Objekt um ein Teil eines außerirdischen Planeten, einer Art "Super-Erde", handeln könnte.

"Wir haben gezeigt", erklärt Co-Autor Douglas Lin von der Universität Kalifornien, "dass interstellare Objekte wie 'Oumuamua' durch extreme Zersplitterung aufgrund von Gezeitenkräften hervorgerufen werden können, wenn das Objekt, dessen Bestandteil sie sind, ihrem Stern zu nahe kommt. Dadurch werden sie auch in den interstellaren Raum geschleudert."