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Orang Utan beschützt sein Baby vor Wilderern und zahlt einen schrecklichen Preis

Menschenaffen sind unsere nächsten Verwandten im Tierreich und, wie es scheint, deutlich humaner als wir. Zumindest beschießen sie unseren Nachwuchs nicht mit Luftgewehren.

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Orang Utans mit Luftgewehren beschossen

Wer noch daran zweifelte, dass der Mensch ein abgefeimtes Raubtier ist, den wird diese Geschichte eines Besseren belehren.

Auf Sumatra versuchten Wilderer, ein kleines Orang-Utan-Baby von seiner Mutter zu trennen. Dazu beschossen sie das Alttier mit einem Luftgewehr.

Insgesamt 74 Schüsse zählten Tierärzte im Nachhinein. Das Tier erblindete, denn die Wilderer schossen gezielt auf dessen Augen. Die Ärzte fanden vier Kugeln im linken Auge und zwei im rechten.

Die Wilderer zielten bewusst auf die Augen

Zusätzlich hatte das Tier zahlreiche Schnittwunden und ein gebrochenes Schlüsselbein. Als Resultat dieser Verwundungen konnte das Tier seinen Nachwuchs nicht mehr füttern.

Wildhüter, die die beiden fanden, konnten zwar das Alttier, nicht aber das einen Monat alte Baby retten. Es starb an einer durch Unterernährung ausgelösten Infektion.

Solch brutale Attacken werden in Indonesien immer wieder registriert, neben Sumatra ist auch Borneo davon betroffen.

Umweltschützer gehen davon aus, dass seit 1999 etwa 100.000 Orang Utans ausgelöscht wurden, sei es durch Attacken mit Gewehren oder durch Raubbau an der Natur.

Experten schätzen, dass es auf Sumatra nur noch 13.400 Orang Utans in freier Wildbahn gibt.