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Sex-Update

Ärger um Online-Sexpartys während der Coronakrise

Bei Zoom ist man not amused über den aktuellen Hype um Online-Sexpartys: Das Unternehmen droht damit, virtuellen Orgien den Stecker zu ziehen. Aber geht das überhaupt?

Online-Sexpartys während Corona
Sind Sexpartys auf Zoom bald Geschichte? iStock / taseffski

Sex auf Zoom

Der Videodienst Zoom gehört zu den Gewinnern der Coronakrise, denn plötzlich chatten alle online über die App. Die Nutzerzahlen lügen nicht: Vor Ausbruch des Coronavirus' nutzten rund 10 Millionen Menschen täglich den Videodienst, inzwischen sind es knapp 300 Millionen pro Tag.

Eigentlich klar, dass es dabei nicht nur um Business, Freunde oder Familie geht: Sexpartys auf Zoom sind beliebter denn je. Ein Problem für das Unternehmen…

Videodienst beschwört Benutzerrichtlinien

Der "Rolling Stone" ließ nicht nur einen seiner Mitarbeiter bei einer der zahlreichen Sexpartys auf Zoom zuschauen, sondern bat das Unternehmen auch um eine Stellungnahme zu dem schlüpfrigen Hype.

„Die Benutzerrichtlinien von Zoom verbieten ausdrücklich, obszöne, unanständige, illegale oder gewalttätige Aktivitäten oder Inhalte auf der Plattform zu verbreite.“
Zoom-Sprecher

Man dulde keine Nutzer, die "Aktivitäten verwenden, die schädlich, obszön oder unanständig" sind, unabhängig davon, ob es sich dabei um "Nacktheit, Gewalt, Pornografie oder sexuell explizites Material" handele.

Zoom droht Nutzern

Der nächste Teil der Antwort könnte User, die auf Sexpartys stehen, verunsichern. Plant Zoom etwa, in private Chats reinzuhören?

„Wir ermutigen Benutzer, mutmaßliche Verstöße gegen unsere Richtlinien zu melden, und verwenden eine Mischung von Tools […], um proaktiv Konten zu identifizieren, die möglicherweise gegen unsere Richtlinien verstoßen.“
Zoom-Sprecher

Was genau Zoom mit einer "Mischung von Tools" meint, ließ der Sprecher gegenüber dem "Rolling Stone" natürlich offen und heizt so die Diskussion innerhalb der Sexparty-Community an. Wie will Zoom überprüfen, was in privaten Konferenzen passiert? Eine Überwachung der Benutzerrichtlinien könnte im Grunde ja nur funktionieren, indem das Unternehmen zumindest stichprobenartig bei Chats mitlauscht – ein No-Go vor allem bei Sexpartys.

Es gibt Wichtigeres

Ein Sexparty-Betreiber aus New York tat größere Sorgen gegenüber dem "Rolling Stone" allerdings ab: Er glaube nicht, dass Zoom kontrollieren könne, was in den Chats passiert. "Ich vermute, dass hier ein Unternehmen einfach nur vorgeben möchte, dass diese Dinge [Sexpartys] online nicht passieren – aber natürlich tun sie das", war sich der Mann sicher.

Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob und wenn ja wie Zoom gegen Sexpartys vorgeht. Im Grunde gibt es dort allerdings wichtigere Dinge. Das Unternehmen steht wegen Datenschutz- und Sicherheitsmängeln immer wieder in der Kritik. Zwar hat Zoom inzwischen bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nachgebessert – allerdings nur für zahlende Kunden, was wiederum für einen Shitstorm sorgte.

Video:

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