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Nur in Deutschland: Ordnungsamt bricht Pokalspiel im Elfmeterschießen ab

Gesetz ist Gesetz, da kennt der Deutsche kein Pardon. Wer es wagt, um 22.01 Uhr noch die Zimmerlautstärke zu überschreiten, wird von Blockwart-Nachbarn gnadenlos aus dem Verkehr gezogen.

Amateur-Fußballspiel
Amateur-Fußballspiel (Symbolfoto) Foto: iStock / JohnnyGreig

Aus, aus, aus - das Spiel ist aus!

Der Ball liegt auf dem Elfmeterpunkt, der Schütze steht nervös dahinter und wartet auf den Pfiff des Schiedsrichters. Der Torwart tänzelt auf der Linie, versucht den Schützen nervös zu machen. Atemlose Spannung, alle 30 Zuschauer blicken gebannt aufs Geschehen. Der Schütze läuft an und

… wird von Mitarbeitern des Ordnungsamtes darauf hingewiesen, dass diese Sportveranstaltung aufgrund der vorangeschrittenen Uhrzeit zu laut sei und deswegen hiermit beendet ist. Punkt, Licht aus, tschüss!

Deutsche Provinz-Posse

Was sich wie das Script zu einer schlechten deutschen Vorabend-Produktion liest, ist tatsächlich passiert. In der rheinland-pfälzischen Provinz, im Spiel des SV Studernheim gegen die Pirates FC Frankenthal.

Diesen Mannschaften wurde zum Verhängnis, dass sich das Fußballfeld mitten in einem Wohnblock mit zahlreichen hohen Mehrfamilienhäusern befindet. Und kein Block ohne Blockwart. In diesem Fall wahrscheinlich gleich mehrere.

Diese hatten das Ordnungsamt informiert, welches dann auch gewissenhaft auftauchte und den Pokalfight, in dem es wahrscheinlich noch etwa 5 Minuten weitergegangen wäre, bis sich Pokalhelden und –verlierer ganz ruhig voneinander verabschiedet hätten.

Die Konsequenzen

Aber nun wurde Recht gesprochen, die genervten Anwohner konnten beseelt in ihre Betten sinken und friedlich schlafen.

Das Spiel indessen muss vollständig wiederholt werden. Oliver Herrmann, Sprecher des Südwestdeutschen Fußballverbands, ist fassungslos: "Das habe ich in 25 Jahren noch nicht erlebt."

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