Ordentlich verzockt Gericht lässt Dashcam als Beweismittel zu

07.09.2017
Dashcam als Beweismittel?
© iStock/mari_art

Zur Überführung eines Verkehrsrowdys hat das OLG Nürnberg die Verwendung einer Dashcam als Beweismittel zugelassen.

Bisher war dies nicht zulässig und wurde immer wieder abgelehnt.

In diesem speziellen Fall verklagte ein dreister Toyota-Fahrer einen LKW-Fahrer, der ihm angeblich wegen zu geringen Abstandes auf der Autobahn aufgefahren sei.

Der LKW Fahrer war völlig perplex. Glücklicherweise hatte er die ganze Aktion mit seiner kleinen Windschutzscheiben-Kamera aufgenommen.

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Die Aufnahmen durften jedoch zuerst nicht als Beweismittel genutzt werden, weil sich der Kläger mit Händen und Füßen wehrte und sich auf sein Persönlichkeitsrecht berief.

Das Gericht entschied dann jedoch, dass „das Interesse des Lastwagenfahrers an einem effektiven Rechtsschutz und seinem Anspruch auf rechtliches Gehör gegen das Interesse des Unfallgegners überwiege“.

Glück für den unschuldigen Lastwagenfahrer, Pech für den unverschämten Toyota-Fahrer. Denn das Video zeigte, wie der Verkersrowdy den LKW auf einer dreispurigen Autobahn überholte, dann  zwei Spuren überquerte, sich vor den LKW setzte und abrupt bremste.

In diesem Fall hat die Gerechtigkeit gesiegt.

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