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Style-Update

Das steckt hinter Nikes "Jesus-Schuhen"

Heilige Sch…uhe, Sneaker mit Bibelstellen-Link und Kruzifix bestückt, gefüllt mit Weihwasser. Welcher Teufel steckt hinter diesem Design?

Die Jesus-Schuhe von MSCHF
Die "Jesus-Schuhe" von MSCHF Walk on water: Wenn das Weihwasser durch die Sohle schwappt MSCHF

Unsere täglichen Sneaker gib uns heute

Natürlich, jedes Produkt findet irgendeinen Käufer. Und da die Religion in diesen unruhigen Zeiten als angeblich sinnstiftendes Element eine Art Renaissance feiert, dürften höchstwahrscheinlich sogar recht viele Freizeitler Lust auf dieses besondere Paar Sneaker bekommen haben.

Allerdings muss man, wie spätestens seit dem Ablasshandel im Mittelalter ein gewisses pekuniäres Quantum aufweisen, oder, anders formuliert: Nikes "Jesus-Schuhe" sind so eklatant teuer, dass es eine Sünde ist.

Collab Culture over the top

Collab Culture nennt man es wohl, wenn überhippe junge Menschen den Bogen eindeutig überspannen und aus normalen "Nike Air Max 97" die besagten "Jesus-Schuhe" fabrizieren.

Da hilft es dann auch nicht mehr, wenn sie als Entschuldigung anführen, sie wollten eigentlich genau diese Collab Culture, also das Zusammenarbeiten eigentlich fachfremder Bereiche, an den Pranger stellen.

Immerhin verkaufen sie den Schuh, in dem angeblich echtes Wasser aus dem Fluss Jordan herumschwappt, für schlappe 3.000 US-Dollar. Ja, richtig gehört! Das war jetzt kein Tippfehler.

Ironie für Fortgschrittene?

Oder tun wir dem Künstler- und Designerkollektiv MSCHF (was wohl eine ach so hippe Abkürzung für Mischief, also Unheil, sein soll) aus Brooklyn, New York, bitter Unrecht und haben nur den atheistisch-schwarzen Humor, der dahintersteckt, nicht erkannt?

Denn eigentlich kann man das ja alles nicht mehr ernst nehmen. Ein Kruzifix als Schnürsenkel-Aufsatz, Sohlen in Papst-Rot, von einem Priester geweihtes Wasser aus dem Jordan und die passende Bibelstelle dazu: Ist das dann nicht doch eher Satire?

Air Max 97 MSCHF X INRI: Kein offizieller Nike-Schuh

Wahrscheinlich ist es Beides: Satire und Geschäftssinn. Nike selbst geht übrigens leer aus: Die Kooperation ist nämlich gar keine.

Es wurden von MSCHF stinknormale "Nike Air Max 97" eingekauft, auf besagte Weise zu "Jesus-Shoes" gepimpt (offizieller Name: "Air Max 97 MSCHF X INRI") und auf der MSCHF-Website für 1250 US-Dollar an den Mann oder die Frau gebracht.

Jetzt sind sie ausverkauft. Auf der Sneaker-Wiederverkaufsplattform "StockX" sind die streng limitierten Treter - nur etwa zwei Dutzend wurden angefertigt - ebenfalls bereits wieder weg, für etwa 3000 US-Dollar das Paar.

Übrigens, die Bibelstelle (MT. 14:25) lautet wie folgt: "Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer." Passt, wenn einem Jordan-Wasser durch die Sohle schwappt.

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