Film-Update

Neuer "James Bond" wieder verschoben – mit dramatischen Folgen

Der neueste James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" wurde aufgrund der Corona-Pandemie erneut nach hinten verschoben. Das könnte Film und Produzenten teuer zu stehen kommen.

Daniel Craig als James Bond in Keine Zeit zu sterben
Daniel Craig als James Bond in "Keine Zeit zu sterben" Foto: IMAGO / Cinema Publishers Collection

Es war vorherzusehen: Daniel Craigs Abschiedsvorstellung als James Bond in "Keine Zeit zu sterben" wird abermals verschoben. Aktuell soll der Film im Oktober 2021 in die Kinos kommen – 1,5 Jahre nach dem ursprünglich geplanten Release.

Bond verschoben, viele Probleme

Die Kinos sind noch immer geschlossen, Corona grassiert weiterhin auf der ganzen Welt. Wie lange beide Tatsachen noch Bestand haben werden, ist aktuell nicht vorherzusehen. Das stellt Kinobetreiber, Verleiher und Filmemacher vor große Probleme.

Im Fall von "Keine Zeit zu sterben" könnten das Probleme sein, die einem nicht als erstes in den Sinn kommen. Eigentlich ist der Film schon längst abgedreht und bereit, an die Kinos in aller Welt verteilt zu werden, immerhin sollte er bereits im Frühjahr 2020 auf die Leinwand kommen. Doch durch die Release-Verzögerung könnte es notwendig sein, neue Szenen nachzudrehen. Der Grund: Der Film ist veraltet.

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Jetzt schon veraltet

Für Zuschauer mag sich das seltsam anhören, für die Sponsoren (darunter Omega, Nokia oder Adidas) des Bond-Films hingegen geht es um viel Geld. Die nämlich wollen, dass der Doppelnullagent nur die neueste und aktuellste Technologie nutzt. Doch wenn ein Film rund zwei Jahre nach Ende der Dreharbeiten veröffentlicht wird, sind auch Bonds Gadgets um rund zwei Jahre veraltet.

"Das Problem ist, dass einige dieser Dinge die allerneuesten Modelle waren, als sie mit den Dreharbeiten begannen", erklärt ein Insider der britischen Zeitung Sun. "Aber wenn der Film jetzt herauskommt, wird es so aussehen, als würden Daniel Craig und alle anderen Darsteller etwas tragen, das schon seit Ewigkeiten auf dem Markt ist."

Werden Szenen nun nachgedreht?

Jetzt muss also mit Adleraugen überprüft werden, dass Bond und Co. auch sicher keine veralteten Technologien nutzen.

"Das bedeutet, dass einige der Szenen sehr sorgfältig bearbeitet und überprüft werden müssen, um die Dinge auf den neuesten Stand zu bringen", so der Insider.

Und falls man zu einem negativen Ergebnis kommt, dann müssen wohl neue Szenen nachgedreht werden, um auch wirklich das aktuellste Handymodell des zahlungskräftigen Sponsors im finalen Film zeigen zu können.