News-Update Neue Menschengattung auf den Philippinen entdeckt

Michael | Männersache 12.04.2019

Der menschliche Stammbaum muss um einen Ast erweitert werden. Auf den Philippinen wurde der Homo luzonensis entdeckt.

Callao-Höhle
Die Callao-Höhle im Norden von Luzon Foto:  iStock / Michael Wels

Der Name lässt schon auf den Fundort schließen: die größte philippinische Insel Luzon. Wissenschaftler entdeckten den neuen Stamm in einer Höhle im Norden der Insel. Die gefundenen Überreste wurden auf ein Alter zwischen 50.000 und 67.000 Jahre datiert.

Es handelt sich dabei um ein paar Zähne, Fuß- und Oberschenkelknochen. Einige Merkmale zeigen physische Verwandtschaft zum heutige Menschen, anderen sind vergleichbar mit den Australopithecines, eine aufrecht gehende Affenart, die vor etwa 2 Millionen Jahren auf dem Sprung zum Urmenschen war.

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Der Fund wirft Fragen auf bezüglich der Besiedlung der Erde durch den Menschen und seine Vorfahren. Bisher ist man davon ausgegangen, dass sich der Mensch nicht direkt von Afrika aus nach Südostasien begeben hat.

Die nächste Frage, wenn man diesen Gedanken korrigiert, ist, wie es den "Auswanderern" gelang, die Philippinen zu erreichen. Es bleibt im Prinzip nur der Seeweg. Waren die ersten Mitglieder des Homo luzonensis auch die ersten Seefahrer der Menschheitsgeschichte?

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