Schon GEZahlt? Neue Masche: So macht die GEZ ab sofort Jagd auf Nichtzahler

Redaktion Männersache 07.05.2018

Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ), heute Beitragsservice, bekommt ab heute Millionen Daten der Einwohnermeldeämter zum Abgleich. So wollen ARD und ZDF prüfen, wer die Gebühren bisher nicht gezahlt hat, obwohl eine Pflicht besteht. 

Seitdem das System der Beitragserhebung 2013 umgestellt wurde, muss eigentlich jeder Bürger für Radio- und Fernsehgeräte 17,50 Euro im Monat zahlen - egal, wie viele Geräte sich in dem jeweiligen Haushalt befinden. Doch der Beitragsservice (ehemals GEZ) weiß nicht, wer zahlen muss, obwohl eine Verpflichtung vorliegt.

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Daher gehen ZDF, Deutschlandradio und ARD nun drastischere Wege: Zum ersten Mal seit fünf Jahren gibt es einen Abgleich mit den Einwohnermeldeämtern, bei dem Name, Adresse, Familienstand, Geburtsdatum und der Tag des Einzugs in die Wohnung geprüft werden.

Diese Daten werden mit den angemeldeten Beitragszahlern abgeglichen. So lassen sich schwarze Scharfe sichtbar machen. 

"Mit dem Meldedatenabgleich will der Gesetzgeber sicherstellen, dass der Datenbestand des Beitragsservice aktuell bleibt und sich grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger an der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beteiligen", erklärte die Einrichtung.

17,50 Euro muss jeder Haushalt für die Finanzierung öffentlich-rechtlicher Medienanstalten zahlen

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Hoher Aufwand für den Beitragsservice

Der Datenabgleich geschieht voll automatisch, insgesamt rechnet die Einrichtung aber mit 12 Millionen Euro Ausgaben. Alle Betragspflichtigen, die bisher keine Rundfunkgebühren gezahlt haben, müssen dann ab Juli angeschrieben werden.

"Denjenigen, denen nicht bewusst war, dass sie Rundfunkbeitrag zahlen müssen, werden wir ausführlich erklären müssen, warum das so ist", sagte Geschäftsführer Stefan Wolf. "Wir rechnen mit zahlreichen telefonischen und schriftlichen Reaktionen."

Wie viele Einnahmen der Beitragsservice durch den Abgleich für sich generieren kann, sei laut Wolf noch nicht eindeutig abschätzbar. 

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