News-Update

Nächstes Drama für den Einzelhandel: Deutsche kaufen nicht

Die ersten Geschäfte sind bereits wieder offen, wenn auch unter strengen Sicherheits- und Hygieneaspekten. Die Verkäufer hoffen auf die Aufholwut der Deutschen. Das Gegenteil ist der Fall.

Kleiderladen ohne Kundschaft
Kleiderladen ohne Kundschaft iStock / Csondy

Endlich wieder Öffnen dürfen

Darauf hatten viele Geschäfteinhaber sehnsüchtig gewartet: die schrittweise Aufhebung des Lockdown. Kleinere Läden haben bereits wieder geöffnet, hoffen darauf, dass zahlungskräftige Kunden jetzt möglichst schnell und zahlreich das nachholen, was sie wochenlang nicht konnten.

Aber das war wohl nichts. Die Deutschen sind, jetzt, wo sie wieder einkaufen gehen können, zögerlich, ja geradezu vorsichtig. Der erhoffte Ansturm ist ausgeblieben.

Keine Kauflaune bei den Verbrauchern

Die Coronakrise scheint den Deutschen zunächst die Möglichkeit zum Einkauf und dann die komplette Kauflaune genommen zu haben.

Das bestätigen auch aktuelle Zahlen des Meinungsforschungsinstituts INSA: Trotz Ladenöffnungen wollen sich 57 Prozent aller Deutschen mit Anschaffungen jenseits der 250 Euro zurückhalten. Nur 17 Prozent planen größere Käufe (restliche Prozent: weiß nicht/keine Angaben).

Besonders Frauen sind zurückhaltend: Während in etwa die Hälfte der Männer (51 Prozent) auf Anschaffungen verzichtet, sind es bei den Frauen zehn Prozent mehr (61 Prozent), die zunächst ihr Geld beisammen halten wollen.

Die Balance zwischen Ost und West ist in etwa ausgeglichen. In den neue Bundesländern verzichten zunächst 55 Prozent auf größere Ausgaben, in den alten sind es 58 Prozent.

Angst vor Wirtschaftskrise

Der Hauptauslöser für diesen unterdrückten Shopping-Impuls ist die Angst vieler Bundesbürger vor einem massiven wirtschaftlichen Abschwung aufgrund der Corona-Krise.

Die INSA-Umfrage hat ergeben, dass mittlerweile diese Angst jene vor dem Virus bei weitem überflügelt: Die Ausbreitung des Virus und der damit erhöhten Ansteckunsgefahr fürchten aktuell 59 Prozent aller Deutschen, während die Angst vor einer Rezession 72 Prozent der Bevölkerung umtreibt.

Seit Dezember 2019 verbreitet sich das Coronavirus. Ausgehend von der chinesischen Millionenstadt Wuhan, hat die Epidemie mittlerweile alle Kontinente erreicht. Bislang starben nach WHO-Angaben weltweit über 153.000 Menschen an der rätselhaften Lungenkrankheit, über 2.300.000 haben sich infiziert. (Stand: 21. April 2020).

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