News-Update

Elektrische Killer: Nachtfahrverbot für Mähroboter gefordert

Wir alle kennen Nachtflugverbote und -beschränkungen für Flugzeuge. Aber was hat es mit dem Nachtfahrverbot für Mähroboter auf sich? Gibt es das überhaupt?

Mähroboter
Keine Seele, keine Emotionen. Was im Weg ist, wird zerhäkselt: Mähroboter Foto: iStock / dmf87

Seelenlose Tier-Verstümmler

Um die letzte Frage gleich mal zu beantworten: Nein, ein solches Verbot gibt es nicht. Aber diverse Interessengruppen möchten dies gern eingeführt wissen. Den Grund verrät eine Bild-Schlagzeile zu diesem Thema: "Im Lazarett der verstümmelten Igel".

Eines dieser Lazarette ist der Tierschutzverein Looki e. V. mit seinen versehrten Bewohnern. Da ist Harribert, das vierjährige Igel-Männchen, dem ein Mähroboter das rechte Vorderbein abschnitt. Oder Joana, die ihre beiden Hinterläufe durchtrennt bekam.

Unfallzahlen haben sich verdoppelt

Und die beiden sind beileibe keine Einzelfälle. In der ersten Jahreshälfte 2021 wurden allein hier 46 Mähroboter-Opfer gezählt. Das ist eine Verdopplung gegenüber 2020. Die Leiterin des Vereins, Vanessa Haloui, hat denn auch nur einen kurzen, aber prägnanten Satz für die Mähroboter: "Das sind Killer-Maschinen!"

Noch ein Beispiel gefällig? Wie wäre es mit Trude, die vom Mähroboter ihr halbes Gesicht weggeschnitten bekam? Auf Fotos verzichten wir hier übrigens ganz bewusst, damit unsere Leser ihre letzte Mahlzeit bei sich behalten können.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Sensoren sind zu grob eingestellt

Wie es zu derartigen Massakern kommt, erklärt Leiterin Vanessa Haloui: "Problem der Mähmaschinen ist, dass sie nur einen recht unsensiblen Stopp-Sensor haben. Bei einem leichten Igel halten sie nicht an, sondern schieben ihn erst ein Stück vor sich her, bis sie dann drüberfahren. Dabei zermetzeln die Schneidemesser die Tiere."

In den Sommermonaten verschärft sich der ungleiche Kampf Igel vs. Mähroboter übrigens noch, denn dann sind Igel-Babys auch tagsüber unterwegs. Es gäbe eine Lösung für das Problem, die da lautet: Laser-Abtaster. Aber den haben die wenigsten Geräte, die dann auch mehrere 1.000 Euro kosten.

Auch interessant:

Mähroboter: Die besten Modelle im Test

Mähroboter-Garage: Die besten Modelle im Überblick