Corona-Update

Nachbarn bei Corona-Verstößen verpfeifen? Umfrage zeigt schlimmes Ergebnis

Eine Umfrage zeigt, dass rund ein Drittel der Deutschen dazu bereit wäre, die eigenen Nachbarn bei Verstößen gegen die Corona-Regeln anzuschwärzen.

Mehrere Polizeiwagen
Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Corona-Regeln (Symbolbild) Foto: iStock / huettenhoelscher

Kontrolle der Einhaltung von Corona-Regeln

Seit Ende letztes Jahres gelten in Deutschland wieder strengere Kontaktbeschränkungen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Zurzeit beraten die Kanzlerin und ihre Minister gar über eine erneute Verschärfung der Einschränkungen

Natürlich stellt sich die Frage, wie die Einhaltung der Regeln kontrolliert werden kann. In den vergangenen Monaten kam es vor allem bei privaten Feiern immer wieder zu Verstößen gegen die geltenden Bestimmungen.

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Aktuelle Umfrage

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist der Meinung, dass "die Nachbarn ja entsprechende Hinweise geben" könnten. Die Stadt Essen stand im Oktober aufgrund eines Online-Portals zur Meldung von Corona-Verstößen in der Kritik.

Eine aktuelle Umfrage, die das Institut Civey für Focus Online durchführte, hat untersucht, wie hoch die Bereitschaft in der Bevölkerung ist, die eigenen Nachbarn im Verdachtsfall zu melden. Die Ergebnisse sind – je nach Einstellung – zum Teil erschreckend.

Die Ergebnisse

Die Mehrheit der Deutschen, nämlich 64,8 Prozent, kann sich nicht vorstellen, die Nachbarn bei Verstößen gegen Corona-Schutzmaßnahmen anzuschwärzen. 22,3 Prozent hätten damit jedoch keinerlei Probleme. Bestünde die Möglichkeit, online eine anonyme Meldung abzugeben, sind es sogar 33,1 Prozent, die sich vorstellen können, davon Gebrauch zu machen.

Was bei der Umfrage ebenfalls heraus kam, ist ein signifikanter Unterschied zwischen den Menschen in Ost- und Westdeutschland. Während sich im Westen rund 24 Prozent vorstellen können, ihre Nachbarn zu verpfeifen, sind es im Osten gerade mal 14 Prozent.