Vom Jäger zum Gejagten

Nach Trophäen-Foto mit toter Giraffe: Großwildjägerin unter Beschuss

Die Amerikanerin Tess Thompson Talley posierte mit ihrer erlegten Giraffe online. Dafür bekommt sie jetzt Feuer.

Großwild wird gegen Geld gejagt
Großwild wird gegen Geld gejagt Foto: Twitter / AfricaDigest

Den Stein brachte AfricaDigest mit einem Tweet ins Rollen. "Weiße amerikanische Wilde, die teils Neandertalerin ist, kommt nach Afrika und erschießt eine seltene schwarze Giraffe", schrieben die Verfasser des Posts unter zwei Fotos, die die Amerikanerin mit dem erlegten Tier zeigen.

Zugegeben, dieser Post ist alles andere als politisch korrekt, aber er trifft in ein Wespennest der aktuellen Gefühlslage. Natürlich spielt die Hautfarbe keine Rolle bei der Frage, ob ein Mensch Empathie für Natur und Wildnis hat oder nicht. Doch es sind vor allem wohlhabende, weiße Touristen, die nach Südafrika reisen und ihre Portemonnaies öffnen, um seltene "Trophäen" zu erlegen.

Der Post des Facebook-Nutzers Steve Smith beschreibt die allgemeine Empörung über diese Art von Großwildtourismus ganz gut. "Das ist ein echter Jäger. Man nehme ein Gewehr, das eine Fliege in 200 Metern treffen kann und erlege damit eine Giraffe.

Ich sage: Gebt ihr einen Speer und setzt sie mitten in der Serengeti aus und lasst uns sehen, was sie für ein Loser ist." Kenia und Botswana haben bereits reagiert und die Trophäen-Jagd auf Wildtiere verboten. Doch auch auf der anderen Seite muss etwas passieren.

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So haben bereits Australien, Frankreich und die Niederlande die Einfuhr von Löwen gebannt. Vielleicht wäre das auch eine Maßnahme für andere Länder.

In den USA wurden von 2004 bis 2014 nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN 1,7 Millionen Trophäen eingeführt. Davon standen etwa 200.000 auf der Roten Liste gefährdeter Tiere.

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