Wie ein wilder Stier

Nach Restaurant-Verbot: Robert De Niro zündet zweiten Anti-Trump-Turbo

Man kann Robert De Niro nicht vorwerfen, dass er sich nicht klar positioniert in den heute so übel gespaltenen USA. In diesem Amerika, wo man entweder für oder gegen Trump ist. De Niro hat seine Seite gewählt. Und das hat er auch gerade wieder vehement mitgeteilt.

Robert De Niro
Robert De Niro Foto: Facebook/LADbible

Robert De Niro hatte sich in der Vergangenheit schon mehrfach über Donald Trump ausgelassen. So hatte er bereits 2016 ein Video zu den US-Wahlen aufgenommen, in dem er mit seiner Meinung nicht gerade hinter dem Berg hält.

Darin beschreibt er seine Angst, in welche Richtung die USA driften könnten, würde Trump tatsächlich gewählt. Und er belegt den damaligen Präsidentschaftskandidaten mit einigen heftigen Vokabeln: Punk, Hund, Schwein, Betrüger und Bullshit Artist. Darüber hinaus hält er ihm vor, extrem dumm zu sein.

In einem zweiten Schritt hat er dem jetzigen Präsidenten verboten, eines seiner Fünf-Sterne-Restaurants, die mit einigen anderen Personen zusammen betreibt, zu betreten, also de facto ein Hausverbot ausgesprochen.

Als neuesten Beitrag fluchte er sich jetzt durch seinen Auftritt bei den Tony Awards, an denen er teilnahm, um Bruce Springsteen anzukündigen. Sobald er vor dem Mikro stand, nutzte er dieses, um loszulegen:

"Ich sage euch eins: 'Scheiß auf Trump!' Es heißt ab jetzt nicht länger 'Nieder mit Trump', sondern 'Scheiß auf Trump!'" (Zu sehen und hören unten im unzensierten Video eines australischen Senders)

Das Publikum hatte dagegen wohl wenig bis keine Einwände, denn es erhob sich zu Standing Ovations. Etwas mehr Probleme hatte da der übertragende Sender CBS, der die Fluch-Attacke aus der Rede herauspiepte, so dass sich nicht wenige TV-Zuschauer gefragt haben dürften, was sie da verpasst haben.

In einer Stellungnahme sagte CBS: "Der Kommentar von Mr. De Niro war nicht abgesprochen und unerwartet. Wir haben die rüden Teile ausgeblendet."

Noch hat Donald Trump nicht auf De Niros Wutrede reagiert, aber das wird er wahrscheinlich bald tun. Sicherlich per Twitter. Man darf gespannt sein.