Kranke Idee Nach Amoklauf: Lehrer sollen in Schulen Waffen tragen

Tobias | Männersache 20.02.2018
Schüler trauern nach dem Amoklauf
© Getty Images / Joe Raedle

Nach dem neuesten Schul-Massaker in Florida schlägt ein Republikaner in einem Gesetz-Entwurf vor, dass Lehrer in der Schule Waffen tragen sollten.

17 Menschen verloren ihr Leben beim jüngsten Massaker an einer US-amerikanischen Schule in Florida. In der Bevölkerung wird der Ruf nach schärferen Waffengesetzen immer lauter, doch die US-Politik ist eng mit der Waffen-Lobby verbandelt.

Kurz nach dem Massaker scherzte der Postillion, dass die US-Waffenlobby das Verbot von Schulen fordere, um dort Massaker zu verhindern. Der neue Gesetzesvorschlag, den der Republikaners Will Ainsworth jetzt in Alabama vorstellte, ist allerdings kein Scherz.

Lehrer sollten in Schulen Waffen tragen können, um die Kinder zu verteidigen. "Unsere Kinder sitzen wie Enten in einer waffenfreien Schule", sagte der Vater von drei Kindern laut dem TV Sender WTVM.

Eine Pistole soll überall verdeckt getragen werden können

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In einem Interview mit WKRG entgegnete der Senator von Alabama, Doug Jones, dass das die dümmste Idee sei, die er je gehört habe.

Eine Forschungsanalyse verglich zuletzt Amokläufe in elf verschiedenen Ländern von 2000 bis 2014. Das Ergebnis ist eindeutig: In den USA starben durch Amokläufe mehr Menschen als in Australien, Kanada, China, England, Finnland, Frankreich, Deutschland, Mexiko, Norwegen und der Schweiz gemeinsam.

Präsident Donald Trump, der ebenfalls strengere Waffengesetze blockiert, schickte per Twitter "Gebete und Kondolenz-Bekundungen" an die Betroffenen des jüngsten Amoklaufes.

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