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Nazi-Alarm: Streit um Kasseler Mohren-Apotheke - neuer Name gefunden

Im Namensstreit um die Kasseler Mohren-Apotheke wurde jetzt ein neuer inoffizieller Name von Unbekannten "präsentiert".

Mohren-Apotheke in Berlin
Um die Mohren-Apotheken gibt es aktuell hitzige Diskussionen. Im Bild eine Filiale in Berlin Foto: imago images / Steinach

Nazi-Alarm: Streit um Kasseler Mohren-Apotheke - neuer Name gefunden

Seit Wochen tobt ein Namensstreit um die Kasseler Mohren- Apotheke, weil im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung und der flächendeckenden Diskussion um das deutsche Kolonialerbe auch der rassistische Begriff "Mohr" für dunkelhäutige Menschen in den Fokus der Kritik geriet.

Antirassimusaktivisten fordern eine Umbenennung der Apotheke. Nun haben Unbekannte ihrerseits für Fakten gesorgt.

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Anonymer Brief

Die unbekannten "Künstler" haben nämlich das M der Mohren-Apotheke am Kasseler Bebelplatz kurzerhand überklebt. Außerdem erhielt Inhaberin Christina Hartmann einen anonymen Brief. 

In dem Schreiben der Initiative BPOC ("Black and People of Colour") wird Hartmann explizit aufgefordert, "mit der Umbenennung ihrer Apotheke einen antirassistischen Beitrag für unsere Stadt zu leisten“, wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine berichtet.

Die Polizei ermittelt

Die Verfasser sehen nach eigenen Angaben von Diffamierungen ab und wünschen sich ihrerseits einen Dialog.

Unklar ist, ob es sich bei dem Brief um ein Bekennerschreiben handelt oder nicht.

Zuletzt hatte eine Gruppe namens "GelebterWiderstandNordHessen" diverse Straßennamen im Afrikaviertel in Kassel-Forstfeld überklebt. Gut möglich also, dass diese Gruppierung auch hinter dem getilgten M der Mohren-Apotheke steckt.

Die 50-jährige Christina Hartmann hat derweil bei der Polizei Anzeige wegen Sachbeschädigung gestellt.