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Mitten in Deutschland: Busfahrer will während Raucherpause Streit schlichten – erstochen

Ein Streit während einer Busreise eskaliert, der Busfahrer will schlichten und wird tödlich verletzt. Ein trauriger Fall von Zivilcourage erschüttert die oberfränkische Stadt Hof.

Bushaltestelle
Bushaltestelle (Beispielbild) Foto: iStock / Mickis-Fotowelt

In der Nacht auf Dienstag, den 6. Juli 2021, machen zwei Reisebusse aus Polen Halt am Bahnhofsvorplatz im bayerischen Hof. Während einige Fahrgäste im Bus bleiben und schlafen, nutzen andere die Gelegenheit, frische Luft zu schnappen und/oder eine zu rauchen.

Dabei kommt es aus noch ungeklärten Gründen zu einem Streit, der mit dem Tod des Busfahrers endet.

Hof: Busfahrer nach Streit tödlich verletzt

Ein 43-jähriger Mann, der offenbar nicht zu den Fahrgästen zählt und sich nur in der Nähe der Haltestelle aufhält, attackiert gegen 0:30 Uhr einen Fahrgast, die Gründe dafür sind laut Frankenpost noch unklar. Der polnische Busfahrer greift ein und will den Streit schlichten, wird von dem Streitwilligen aber mit dessen Taschenmesser verletzt.

Der Täter, ein Mann aus Sachsen, ergreift daraufhin die Flucht, wird aber unweit des Tatorts von einer Streife aufgegriffen und lässt sich ohne Widerstand festnehmen.

Die Fahrgäste alarmieren nach dem Angriff sofort die Polizei sowie den Notruf und leisten dem verletzten Fahrer Erste Hilfe. Doch ohne Erfolg. Auch die Notärzte können den Mann nicht stabilisieren. Der 63-Jährige verstirbt noch am Tatort.

Mit Hilfe von Dolmetschern können die polnischen Fahrgäste befragt werden. Die Hofer Kripo und Staatsanwaltschaft nehmen in enger Zusammenarbeit die Ermittlungen auf. Der Tatverdächtige wird dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

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