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News-Update

Mit dieser Ankündigung macht Donald Trump alle nervös

Donald Trump hat in seiner Abschiedsrede als US-Präsident Worte gefunden, die nun wild interpretiert werden.

Donald Trump bei seiner Abschiedsrede als US-Präsident
Donald Trump bei seiner Abschiedsrede als US-Präsident Foto: imago images / MediaPunch

Trumps Abschiedsrede als US-Präsident war überraschend kurz und zahm. Doch mit einer Ankündigung, aus der er nie ein Geheimnis gemacht hatte, verspricht er zurückzukommen ("We will be back in some form").

Ausgerechnet den Republikaner grault es genau davor.

Republikaner in Schwierigkeiten

Die Republikaner werden nervös, ihre politische Vormachtstellung in Washington haben sie seit dem 20. Januar 2021 verloren. Das Repräsentantenhaus und das Weiße Haus sind in den Händen der Demokraten, im Senat ist die Sitzverteilung zwar genau 50/50, aber weil bei einem Patt die Vizepräsidentin Kamala Harris die entscheidende Stimme hat, kann auch diese Kongresskammer den Demokraten zugerechnet werden.

Donald Trump hat nicht nur das gesamte Land, sondern auch die republikanische Partei gespalten. Viele Republikaner machen den jetzt Ex-Präsidenten für ihre Verluste verantwortlich. Hätte er seine treuesten, rechtspopulistischen Anhänger nicht angestachelt, hätte viele gebildete, eigentlich republikanischen Wähler nicht Biden gewählt.

Immer noch beliebt

Trotz viel Kritik war Donald Trump bis zum Schluss noch sehr beliebt, bei der Parteibasis als auch bei einem nicht geringen Teil der Bevölkerung. Diese Beliebtheit könnte sich zu einem Einfluss entwickeln, fürchten einige Republikaner, der die Partei spalten könnte.

Werden die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Partei zu groß, könnte es zu einer Spaltung kommen. Trump könnte seine Anhänger um sich scharren und durch seine Beliebtheit bei seiner Wählerschaft gestärkt eine neue Partei gründen.

Will Trump eine eigene Partei gründen?

Sollte es wirklich so weit kommen, dass Trump eine dritte Partei gründet, würde das die Republikaner extrem schwächen. Denn das Mehrheitswahlrecht in den USA ist eigentlich nur für zwei Partei gedacht. Eine dritte Partei würde das Gleichgewicht verschieben – zu Ungunsten der Republikaner.

Der Gewinner der Spaltung der republikanischen Partei wären ohne Frage die Demokraten. Denn ihre Wählerschaft bliebe konstant, während die der Republikaner und der neuen Trump-Partei sich aus grob gesagt jeweils der Hälfte der ursprünglich republikanischen Wähler zusammensetzen würde.

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So kann man Trump stoppen

Ob Trump tatsächlich eine Partei gründen will, ist unklar. Die Befürchtung existiert aber, denn auf einen Rückhalt bei seinen treuen Wählern kann er zählen.

Allerdings könnte es dazu gar nicht erst kommen, wenn Trump aus allen politischen Ämtern verbannt würde, und das wäre der Fall, wenn er in seinem zweiten gerade laufenden Impeachment-Verfahren vom Senat verurteil würde.

Ob es dazu kommt, liegt auch an den republikanischen Abgeordneten, denn 16 von ihnen müssten bei dem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump stimmen. Nur dann wäre die Gefahr einer Trump-Partei gebannt.