Leipzig

Mit diesen Kampfpreisen lockt der neue Russen-Discounter

Seit dem 29. Januar 2019 gibt es in Leipzig den deutschlandweit ersten "Russen-Discounter" Mere. Doch sind die Preise wirklich so tief, wie es scheint?

Mit diesen Kampfpreisen lockt der neue Russen-Discounter
Günstig, günstiger, Mere Foto: iStock / industryview

Die russische Discounter-Unternehmensgruppe Torgservis eröffnet am Dienstag, den 29. Januar 2019 ihren ersten Superbillig-Supermarkt in Deutschland. Mere, so der Name der Filiale, steht in Leipzig in einer ehemaligen Aldi-Filiale.

Wodurch unterscheidet sich Mere denn nun? Und lohnt sich ein Einkauf dort? "Meinen Wocheneinkauf kann ich hier nicht machen", erzählt eine Rentnerin der Bild.

Der Preiskampf des "Russen-Discounters"

Das liegt daran, weil Mere keine Frischware anbietet. Äpfel, Bananen, Zucchini oder Tomaten sucht man vergebens. Ebenfalls gibt es weder Brot noch Brötchen. Sogar Wasser und Bier suchen die Kunden vergebens.

Dafür gibt es Milch für 62 Cent, Kaffee für unter zwei Euro, 400 Gramm Salami für unschlagbare 69 Cent und eine Flasche Rotwein kostet auch nur 1,04 Euro. Die Produkte kommen aus ganz Europa: Tschechen, Polen, Österreich, teilweise aber auch Deutschland.

Ein Großteil des Angebots steht lieblos auf Paletten gestapelt. Das sieht bestimmt nicht ästhetisch aus, ist aber geldsparend. Und Geld sparen ist zweifellos das einzige Kriterium, weswegen die Kunden zum "Russen-Discounter" kommen. Denn im direkten Vergleich mit der Konkurrenz Aldi und Lidl ist Mere tatsächlich günstiger. Wenn man als Kunde, wie bereits erwähnt, auch einige Abstriche bei der Auswahl der Produkte – und möglicherweise auch Qualität – in Kauf nehmen muss.