Rechtsstreit um Graffiti-Kunst Millionen-Entschädigung für legendäre Sprayer

Redaktion Männersache 06.03.2018
Das legendäre "5Pointz" in New York
© Twitter / Giancarlo Frosio

Was passiert, wenn ein skrupelloser Grundstücksbesitzer ungefragt Straßenkunst zerstört? Darüber hat jetzt ein New-Yorker Gericht entschieden - mit erstaunlichem Ausgang.

Das sogenannte "5Pointz" im New Yorker Stadtteil Queens war das Mekka für Graffiti-Liebhaber. Mehr als 20 Jahre lang malen und sprühen hier (mit Erlaubnis des Besitzers) die größten Namen der Szene ihre Kunstwerke an die Wände. 

Aus der alten Fabrikhalle wird schnell ein lebendiger kultureller Treffpunkt und ein echter Hotspot für Touristen. 2013 jedoch beschließt der Eigentümer überraschend den Abriss der geschichtsträchtigen Immobilie.

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Anstatt die Künstler vorzuwarnen, damit sie ihre Werke für die Nachwelt sichern können, lässt er die Wände allerdings von einem Tag auf den anderen weiß überstreichen. Die Sprayer sind empört und ziehen vor Gericht. Mehr als vier Jahre dauert der Rechtsstreit, nun gibt es endlich ein Urteil. Und das hat sich gewaschen!

Ganze 6,7 Millionen Dollar Entschädigung muss der Eigentümer an die Graffiti-Künstler zahlen. Die Jury sieht es als erwiesen an, dass die Wandbilder einen kulturellen Wert für die Stadt hatten und das hastige Übermalen rechtswidrig war. Damit dürfte die Aktion wohl der teuerste Neuanstrich der Welt gewesen sein.

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