Lasche Justiz? Milde Strafe für Tierquälerei: Hund ausgesetzt und erfroren

Redaktion Männersache 02.03.2018

Misshandelt, ausgesetzt, erfroren – in Neubrandenburg wurde im Januar ein toter Hund aufgefunden. Jetzt wurde der Halter zu einer Freiheits- und Geldstrafe verurteilt – ein Hoffnungsschimmer.

Milde Strafe für Tierquälerei: Hund ausgesetzt und erfroren
Foto:  istock / mb-fotos

Wer tut so etwas? Und vor allem: Warum? Das sind die Fragen, die man sich stellt, wenn man Nachrichten wie diese hört. In Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern wurde ein Hund ausgesetzt, der daraufhin erfroren ist.

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Die furchtbare Tat ereignete sich bereits Anfang Januar. Der Hund wurde vor einem Tierheim angebunden und mit einem Maulkorb versehen. Daher konnte das Tier nicht einmal bellen und auf sich aufmerksam machen. Jetzt gibt es einen Durchbruch für den Tierschutz: Der Halter wird für die Tierquälerei bestraft.

 

Freiheitsstrafe wegen Tierquälerei

Über eine Steuermarke am Hals des Hundes konnte die Polizei den Mann, dem das Tier gehörte, ausfindig machen. Nun hat das Amtsgericht entschieden und den Halter zu einer Geld- und Freiheitsstrafe verurteilt.

Die Gefängnisstrafe von acht Monaten wurde auf Bewährung verhängt. Innerhalb der nächsten zwei Jahre muss der Hundehalter mehrere Auflagen des Gerichts erfüllen, wie unter anderem 60 Stunden gemeinnützige Arbeit, ansonsten landet er hinter Gittern. Auch wurde ein Tierhaltungsverbot auferlegt.

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Eine Bekannte des Halters wurde zudem als Mittäterin zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt. Der Hund soll sich in einem äußerst schlechten Zustand befunden haben, der auf weitere Misshandlungen vor dem Tod schließen ließ.

So grausam die Tat auch ist, das Urteil gibt ein wenig Hoffnung. Bisher fielen die Strafen für Tierquälerei meist milde aus. Jetzt bewegt sich die Rechtslage offensichtlich – auch für den Tod eines Tieres muss man zukünftig mit einer Haftstrafe rechnen.

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