Männerhelden

Was macht Mike Krüger heute?

Mike Krüger war einer der bekanntesten deutschen Komiker, dann wurde es ruhiger um den Quickborner. Was macht die Mike Krüger heute?

Mike Krüger
Mike Krüger im Jahr 1975 Foto: IMAGO / United Archives

Mike Krüger: Kindheit

Mike Krüger kommt am 14. Dezember 1951 in Ulm als Michael Friedrich Wilhelm "Mike" Krüger zur Welt. Der Start ins Leben des späteren Komikers ist alles andere als leicht. Und auch die folgenden Jahre sollten schwer werden für den Mann, der andere Menschen zum Lachen bringt: Mike Krüger erfüllt tatsächlich das Klischee des traurigen Clowns.

Sechs Monate liegt Mike Krüger als Frühchen im Brutkasten, ist halbseitig gelähmt. "Ich kam zwei Monate zu früh und habe wohl nur überlebt, weil es in Ulm eine gut ausgestattete Kinderklinik gab“, sagte er mal in einem Interview mit dem "Stern".

Drei Jahre später meint das Schicksal es nicht gut mit ihm: Seine Mutter stirbt unter mysteriösen Umständen in Paris. Bis heute ist unklar, warum. Mikes Vater, Direktor einer Wohnungsbaugesellschaft und ein Arbeitstier, heiratet erneut.

Mikes Stiefmutter bekommt eine Tochter und Mike somit eine Halbschwester. Er selbst sagt von sich ein schwieriges Kind gewesen zu sein – und sehr einsam. Mit zehn Jahren kommt er ins Internat in Büsum, wo Gewaltexzesse an der Tagesordnung sind.

Mike Krüger: Karriere

In Laufe seiner Schuljahre entdeckt er Comedy für sich – witzig zu sein, ist eine "Überlebensstrategie" für ihn. Er sei "einer der Lustigsten in der Klasse gewesen" und habe versucht, mit "merkwürdigen Aktionen über nicht so gute Noten" hinwegzutäuschen. "Das hat mir geholfen, Schwächen oder Ängste durch Comedy zu überspielen“, so Krüger in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

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Nach dem Abitur macht er eine Lehre als Betonbauer und ist auch an den Arbeiten des Hamburger Elbtunnels beteiligt. Schon während der anschließenden Wehrdienstzeit wird sein komödiantisches Talent erkannt.

Danach beginnt Mike Krüger ein Architekturstudium und sammelt erste Bühnenerfahrung als Komiker, unter anderem im Folklore-Club "Danny’s Pan" in Hamburg. Er covert bekannte Songs und mischt eigene Gags und Parodien ein.

Mike Krüger: Durchbruch

Das kommt gut an - und der Manager einer Plattenfirma entdeckt ihn und nimmt ihn kurzerhand unter Vertrag. Die erste Platte "Mein Gott, Walter" (1975) hält sich 32 Wochen auf Platz 1 der deutschen Charts. 

Mike schmeißt sein Studium im selben Jahr. Wie sich später herausstellt, zieht der Manager Mike ziemlich über den Tisch und sackt drei Jahre lang 50 Prozent seiner Einnahmen ein.

Mike Krüger: Lieder

Der Durchbruch lässt nicht lange auf sich warten: Ein Auftritt in Ilja Richters Show "Disco" mit 15 Millionen Zuschauern macht Mike bundesweit bekannt. Es folgen weitere erfolgreiche Alben und Bühnenshows.

Der Ulmer dreht Anfang der 2000er Werbespots für Krüger-Kaffee, und Filme. Wie beispielsweise die berühmte "Supernasen"-Reihe mit Thomas Gottschalk, deren Titel eine Anspielung auf die markanten Nasen der beiden ist. 

Neben seiner Passion als Komödiant, moderiert Mike einige TV-Shows, darunter "Vier gegen Willi". Er zählt zur Kernbesetzung in Rudi Carrells Show "7 Tage, 7 Köpfe" und Gast bei "Genial daneben". Einige Preise gewinnt Mike Krüger, darunter den "Ehrenpreis des Deutschen Comedypreises".

Hier eine Liste aller veröffentlichten Lieder von Mike Krüger:

  • 120 Schweine nach Beirut (1984)

  • 7 neue Autos nach Stettin (1998)

  • Alle sprechen davon (1988)

  • Also denn (1976)

  • Auf der Autobahn (1977)

  • Bitte Sie verzeihen, bitte Sie verstehen (1998)

  • Bimbam Bimbam (1989)

  • Bin ich dein Friseur oder was? (1977)

  • Bodo mit dem Bagger (1983)

  • Bundeswehr Räg (1976)

  • Da schwimmt ein Tier in meinem Bier (1994)

  • Das Trampolin (1994)

  • Das, was ich will, ißt du (1987)

  • Der Gnubbel (1981)

  • Der letzte Tropfen

  • Der Nippel (1979)

  • Die Lende von Marion (1979)

  • Die weißen Tauben sind Möwen (Coverversion von Hans Hartz Die weißen Tauben sind müde) (2009)

  • Draussenraucher (2008)

  • Du darfst fahr’n (2008)

  • Goldschatz (1977) (mit Helga Feddersen)

  • Ein Fußknall (1978)

  • Ein Korn, der deinen Namen trägt (2008)

  • Erich der Jäger (1989)

  • Es wächst wieder zusammen (1990)

  • Fliegt ein Jumbo nach Hawaii (1985)

  • Freiheit für Grönland (1983)

  • Manu, bring’ noch ’n Bier (1977)

  • Gefreiter der Reserve (2008)

  • Gerda, Gerd und ich (2008)

  • Hallo Papi (1984)

  • Hein von der Werft (1975)

  • Ich bin Bundeswehrsoldat (1975)

  • Ich hab dir die Sterne vom Himmel geholt (1994)

  • Ich muß Euch was erzählen (1988)

  • Ich steh’ immer in der falschen Schlange (2009)

  • Immerzu zurück (2008)

  • Immer wieder sonntags... (2008)

  • Im Wagen vor mir sitzt der Arsch Alonso (2008)

  • Im Wagen vor mir sitzt Sebastian Vettel (2017)

  • Jenseits vom Tresen (1984)

  • JR’s Bruder (1982)

  • Junge Namens Susi (1975)

  • Kalorien sind kleine Tiere (2008)

  • Knallrosa Kondom (1998)

  • Leute geht zur Bundeswehr (1982)

  • Lustig ist das Zigeunerschnitzel (1989)

  • Manchmal glaub ich, Du liebst mich nicht mehr (1995)

  • Marie France (1995)

  • Mein Gott Walther (1975)

  • Meine Tochter lernt jetzt sprechen (1980)

  • Nachts steig’ ich beim Nachbarn ein (Coverversion von Howard Carpendales Nachts, wenn alles schläft) (1978)

  • Ne Macke hast Du (1998)

  • Nockermann (1989)

  • Nur ma’ so eben (1998)

  • Oliv ist so praktisch (1975)

  • Orgasmuszwang (2008)

  • Rudi mit dem gelben Nummernschild (1998)

  • Ruf doch mal an (1981)

  • Schatzi (2008)

  • Schiri, ich weiß nich’, wo mein Auto steht (2008)

  • Seit ich hier wohne (Mama Leone) (1978)

  • Sie trägt ’nen Faltenrock (1975)

  • Spiegelei auf Brot (1986)

  • Tanzen auf der Sau (1998)

  • Taschentuch (1990)

  • Trunkenbold (1975)

  • Tür an Tür mit Schröder (2008)

  • UA UA UA (1989)

  • Ulrike (1985)

  • Unterhemd (1989)

  • Ein bißchen Urlaub (1977)

  • Wenn die nach vorn fällt (1977)

  • Wer Banknoten nachmacht (1991)

  • Wir trinken wenig (1979)

  • Wo die Friteusen glüh’n (1998)

  • Wo sind meine Autoschlüssel (2009)

  • Verdammt ich schieb dich (1990)

  • Zum Frühsport, ihr Säcke, wir geh’n (1979)

Was macht Mike Krüger heute?

Die Autobiografie "Mein Gott, Walther: Das Leben ist oft Plan B" erschien 2015, Mikes letzter TV-Film "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" lief 2017, das letzte Album "Is‘ das Kunst, oder kann das weg?" kam 2010 auf den Markt.

Dann wurde es ruhiger um Mike Krüger, der seit 1976 mit Birgit Loeper verheiratet ist und eine Tochter namens Nina hat.

Doch kürzlich ist Mike Krüger in der SWR-Show "Sag die Wahrheit" zu Gast gewesen und wird im Herbst in der ZDF-Show "Gottschalks große 80er Show“ auf dem Talksofa sitzen – bestimmt mit einigen Gags in der Tasche, die uns zum Lachen bringen.

Video:

Fotogalerie: So sieht Mike Krüger heute aus

Mike Krüger
Mike Krüger (1/10) Getty Images/Florian Seefried
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Mike Krüger (2/10) Getty Images/Florian Seefried
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Mike Krüger (3/10) Getty Images/ Florian Seefried
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Mike Krüger (4/10) Getty Images/ Florian Seefried
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Mike Krüger (7/10) Getty Images/ Christian Augustin
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Mike Krüger (8/10) Getty Images/ Christian Augustin
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Mike Krüger (9/10) Getty Images/ Christian Kaspar-Bartke
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Mike Krüger (10/10) Getty Images/ Christian Kaspar-Bartke