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News-Update

Miete um jeden Preis: Sylter Ferienhausbesitzer schmuggeln Touristen auf die Insel

Es scheint dieser Tage nichts unmöglich, in denen das Coronavirus besonders dem Tourismus zusetzt. Einige Vermieter wollen sich damit offensichtlich nicht abfinden.

Leuchtturm und Reetdachhaus auf Sylt
Ferienhaus auf Sylt iStock / Symbiont

Die Ausgangslage

Seit dem 16.03.2020 gilt in Schleswig-Holstein eigentlich ein Insel-Shutdown. Es dürfen keine Touristen mehr anlanden, die Polizei kontrolliert scharf und verhängt im Fall der Fälle Ordnungsstrafen und Busgelder.

Dieses Verbot jedoch scheint in einigen von den Geldströmen der Touristen abhängigen Vermietern von Ferienwohnungen sowohl die Kreativität als auch die kriminelle Energie zu wecken. Sie haben gleich mehrere Maschen entwickelt, wie sie trotz Verbot abkassieren können.

Kreative Kriminalität

Die Verwaltung des Kreises Nordfriesland berichtet von einheimischen Vermietern, die Touristen in Niebüll auf dem Festland abholen und dann mit ihren Fahrzeugen mit NF-Kennzeichen auf die Insel bringen. Auf diese Weise entgehen sie den Kontrollen der Polizei, die nach ortsfremden Autokennzeichen Ausschau halten.

Die zweite Masche ist sogar noch perfider. Nikolas Häckel, Bürgermeister der Gemeinde Sylt, beschreibt sie:

„Manche Sylter haben sogar zum Schein Arbeitsaufträge erstellt, damit Urlauber unter dem Deckmantel beruflicher Tätigkeit auf die Insel kommen können.“
Nikolas Häckel

Fazit

Das ist schon dreist: Anstatt sich an die verordneten Maßnahmen zu halten, verstoßen Sylter Vermieter bewußt dagegen und gefährden damit letztlich nicht nur sich selbst, sondern auch andere Inselbewohner und letztlich uns alle.

Die einwandfreie Alternative wäre gewesen, mit der eigenen Hausbank zu sprechen und zeitgleich einen Antrag auf Corona-Hilfe zu stellen.

Egoismus muss man übrigens nicht nur den Vermitern unterstellen, sondern natürlich auch den Touristen, die sich auf dieses unlautere Spiel einlassen.

Seit Dezember 2019 verbreitet sich das Coronavirus. Ausgehend von der chinesischen Millionenstadt Wuhan, hat die Epidemie mittlerweile alle Kontinente erreicht. Bislang starben nach WHO-Angaben weltweit über 72.000 Menschen an der rätselhaften Lungenkrankheit, über 1.200.000 haben sich infiziert. (Stand: 8. April 2020).

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