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Corona-Update

Merkel: Diese Lockdown-Regeln sind jetzt neu

Halbzeit im Lockdown-Light in Deutschland. Diese harten Maßnahmen verkündet Merkel nun auf einer Pressekonferenz ...

Merkel auf einer Pressekonferenz
Bundeskanzlerin Merkel will strengere Regeln Foto: Getty Images / Kay Nietfeld

Es ist ein auf und ab. Die Corona-Pandemie und die Zahlen der Betroffenen bestimmen seit Anfang des Jahres, ob wir mit einer Verschärfung der Regeln oder mit Lockerungen der Maßnahmen rechnen dürfen. Österreich verkündete bereits, dass es einen dreiwöchigen Voll-Lockdown bis zum 6. Dezember plane.

Die Menschen in Deutschland warten gespannt auf die Pressekonferenz von Angela Merkel am 16. November 2020. Denn es ist Halbzeit im Lockdown-Light, den die Bundesregierung in Abstimmung mit den Ländern für den November verordnet hat.

Steigende Zahlen

Dieser erneute Lockdown ist das Resultat der steigenden Zahlen vom Spätsommer. Doch auch nach den ersten vierzehn Tagen Lockdown-Light ist ein Rückgang der Infektionszahlen kaum zu bemerken. Am 16. November verkündet das RKI 10.824 Neuinfektionen zum Vortag. Damit liegen die Infektionszahlen in der Bundesrepublik gesamt bei knapp über 800.000 Infizierten. Lediglich der 7-Tage-Trend verzeichnet einen leichten Rückgang. Doch spricht das bereits vom Erfolg des Lockdown-Light? Oder werden Merkel und die Ministerpräsidenten die Maßnahmen noch einmal verschärfen müssen?

In der Videokonferenz zwischen Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder am 16. November, soll es laut Medienberichten ordentlich geknallt haben. Kanzlerin Merkel soll stinksauer sein, so Berichte der dpa. In der anschließenden Pressekonferenz am Nachmittag verkünden Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder das weitere Vorgehen:

Diese Maßnahmen will Merkel heute durchsetzen:

Schulschließungen

Zu Schulschließungen soll es erst einmal nicht kommen. Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten konnten sich nicht auf eine Maskenpflicht für alle schulpflichtigen Kinder einigen. Diese hatte Merkel in der Beschlussvorlage im Vorfeld der Konferenz gefordert. Sie vertagten Gespräche über die Handhabung der Hygienemaßnahmen in Schulen auf die kommenden Wochen.

Kontaktbeschränkungen

Für die Kinder wird sich aber etwas anderes ändern. Denn sie sollen in ihrer Freizeit künftig nur noch einen festen Freund treffen dürfen.

Allgemein sollen auch die Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit für Erwachsene verschärft werden. Demnach solle man ab sofort nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes in der Öffentlichkeit bewegen. Sanktionen solle es aber nicht geben. Kanzlerin Merkel habe sich diese zwar gewünscht, doch die Ministerpräsidenten hätten dem Vorschlag nicht zugestimmt.

Verlängerung der Maßnahmen

Strengere Maßnahmen sollen bis Weihnachten gelten. So sollen etwa alle privaten Feiern bis zum Fest abgesagt werden.

Vergünstigte Masken

Die empfohlenen FFP2-Masken sollen künftig für Risikogruppen günstiger verfügbar sein. Demnach sollen 15 der Masken für Alte und Kranke ab Dezember gegen eine geringe Eigenbeteiligung - die noch nicht weiter definiert wurde - erhältlich sein. Der Bund übernehme die Kosten, hieß es.

Sonderregelung für Risikogebiete

Städte wie etwa Berlin und sogenannte Risikogebiete in anderen deutschen Großstädten, wo die Infektionszahlen weiterhin ansteigen, sollen jedoch noch verschärftere Regeln einführen dürfen. Für einzelne Gebiete, wie etwa Fußgängerzonen und Hotspots, sollen hier dann künftig andere Regeln gelten.