Corona-Update

Merkel mit Schock-Geständnis in Geheimsitzung: "Uns ist das Ding entglitten!"

In einer internen Sitzung mit Fraktionschefs der Unionsparteien von Bund und Ländern hat Angela Merkel ihre künftige Corona-Strategie präsentiert und Fehler eingestanden.

Angela Merkel
Angela Merkel am 21. Januar 2021 in Berlin Foto: Getty Images/ MICHAEL KAPPELER

Merkel mit Schock-Geständnis in Geheimsitzung

Merkel räumte im Rahmen der Videoschalte in Bezug auf die Corona-Pandemie in Deutschland ein: "Uns ist das Ding entglitten."

Für die 66-Jährige gehen die aktuellen Lockdown-Maßnahmen in diesem Zusammenhang zudem noch nicht weit genug, wie Bild berichtet. In Bezug auf die weiter viel zu hohen 7-Tage-Inzidenzwerte, sagt die Kanzlerin: "Wir müssen auf eine Inzidenz unter 50 kommen, aber jetzt freuen sich alle, wenn wir unter 200 sind."

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Merkel über Altenheime und Mutationen

Zudem sprach sich Merkel für die Stationierung von Bundeswehrsoldaten in Altenheime aus: "Wir müssen da endlich proaktiv rein!" Dies könnte nötig werden, weil die Gesundheitsbehörden keine Kapazitäten mehr haben, um die Kontaktverfolgung zu gewährleisten.

Erschreckend auch ihre Einschätzung zu der Gefahr, die von den Corona-Mutationen in Großbritannien, Südafrika und Brasilien aktuell für Deutschland ausgeht: "Wir leben durch die Mutationen auf einem Pulverfass."

Merkel über Reisen und Wiedereröffnungen

Emotional wurde es beim Thema Reisefreiheit in Zeiten der Pandemie. Merkel machte deutlich, was sie von der Diskussion über die aus ihrer Sicht dringend nötigen Einschränkungen hält: "Was ist mit Deutschen, die reisen? Hundertmal habe ich die Frage in den Runden gestellt: Warum können wir die Reisen nicht verbieten? Dann bekomme ich immer die auf ehemalige DDR-Bürger gemünzte Antwort, dass wir ein freies Land sind. Man kann zwar 15 Kilometer Sperrzone einführen, aber es ist schwer, Reisen in die Welt zu verbieten."

Aus diesem Grund will die Kanzlerin nach eigenen Aussagen das Reisen so unattraktiv wie möglich machen – beispielsweise durch die Quarantäneverordnung.

In Sachen "Normalisierung des öffentlichen Lebens in Deutschland" hat Merkel zudem schlechte Nachrichten. Sie sagt: "Die Öffnungen Mitte Februar sind nicht gesichert.“ Und weiter: "Wir müssen andersrum öffnen als beschlossen: erst Kitas und Schulen, dann Geschäfte, dann Restaurants."