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News-Update

Merkel: Keine Entspannung durch Corona-Impfstoff

Das klingt nicht gut: Bisher war die Aussicht auf einen Impfstoff der heilige Gral der Hoffnung für eine Corona-geplagte Welt. Und jetzt sagt Merkel: Njet!

Angela Merkel mit Mundschutzmaske
Angela Merkel Foto: Getty Images / Michael Kappeler

Impfstoff kommt. Und dann?

Wir alle sind Corona leid, und zwar so richtig! Soziale Isolation, bröckelnde Wirtschaft und über allem die Angst, sich das Virus einzufangen und einen schweren Verlauf zu durchleiden.

Bisher war ein Licht am Ende dieses langen Tunnels immer die Aussicht auf einen Impfstoff, die uns durchhalten ließ. Angela Merkel dämpft jetzt aber die Erwartungen, die wir alle damit verknüpfen.

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Wird kein Übernacht-Erfolg

Zwar rechnet die Bundeskanzlerin "recht bald" mit einem Impfstoff – die Wunderwaffe im Kampf gegen Corona, die über Nacht alle Mühsal hinwegfegt, sei er aber definitiv nicht, so Merkel.

Ein Ende der Pandemie sei erst abzusehen, wenn etwa 60 bis 70 Prozent der Nation(en) entweder eine Infektion durchlaufen hätten oder geimpft worden seien.

Wer wird zuallererst geimpft?

Und da liegt das Problem: Es wird am Anfang noch nicht genug Impfstoff für jedermann geben. Deswegen muss für diese Zeit in Absprache mit der Ständigen Impfkommission, dem Ethikrat und den Wissenschaftlern der Leopoldina eine Priorisierung vorgenommen werden.

Schon jetzt zeichnet sich ab, wer einen Teil der ersten produzierten Charge abbekommen wird: "Ganz vorne dran sind Pflegekräfte, Ärzte und auch Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören", so Merkel.

Normalisierung nach und nach

Am Besiegen des Virus hängt natürlich auch das Beenden der einschränkenden Maßnahmen, unter denen die gesamte Nation seit nunmehr fast einem Dreivierteljahr leidet.

Erst wenn die besagten 60 bis 70 Prozent erreicht sind, wird sich die Lage nach und nach wieder normalisieren. Merkel: "Dann können wir auch alle Beschränkungen aufheben. Bis dahin müssen wir mit gewissen Einschränkungen, die das Virus uns auferlegt, noch leben."