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News-Update

Mega-Shitstorm: Adidas, H&M, Media Markt und Saturn streichen Mietzahlungen

Zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte sind aufgrund des Coronavirus geschlossen. Große Marken zahlen deshalb keine Miete mehr für ihre Filialen.

Ladenfront eines Adidas-Geschäfts
Adidas und weitere große Marken gerieten wegen der Einstellung von Mietzahlungen während der Corona-Krise heftig in die Kritik. iStock / Pere_Rubi

Laden zu, Umsatz fehlt

Die Einkaufsstraßen der Nation sind aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus aktuell wie leer gefegt. Viele Einzelhändler haben deshalb ihre Geschäfte geschlossen, auch zum Schutz der eigenen Mitarbeiter.

Das bedeutet natürlich, dass sie zur Zeit keinen Umsatz machen. Für kleine Läden ist das mitunter existenzbedrohend, und zur Überlebensstrategie zählt: Miete aussetzen. Große Marken wie Adidas, H&M, Media Markt und Saturn tun es ihnen gleich.

"F***t Adidas"

Adidas machte einem Bericht des Express zufolge den ersten Schritt und bestätigte Ende letzter Woche, dass der Sportartikelhersteller die Mietzahlungen für geschlossene Geschäfte vorerst einstellen wird. Mittlerweile ist das Unternehmen wieder etwas zurückgerudert: Private Vermieter sollen weiterhin bezahlt werden.

Das Zugeständnis ist voraussichtlich auch eine Reaktion auf die heftige Kritik, die Adidas entgegengebracht wurde. So bezeichnete z. B. die Vizepräsidentin des Europa-Parlaments, Katharina Barley, das Ausnutzen einer Schutzvorschrift für Mieterinnen und Mieter in Existenznot als "schäbig". Bundesfinanzminister Olaf Scholz zeigte sich enttäuscht und Star-Koch Tim Mälzer fand in seinem Podcast "Fiete Gastro" sehr deutliche Worte:

„F***t Adidas. Kauft keine Adidas-Schuhe mehr, wenn sich das wirklich bewahrheiten sollte, dass sie die Miete nicht mehr zahlen! Das ist für mich ein Unding, was da gerade passiert.“
Tim Mälzer

Neues Gesetz als Grundlage

Nach Adidas ging auch Mode-Gigant H&M dazu über, erst mal keine Miete mehr für seine 460 geschlossenen Filialen zu zahlen. Das Gleiche bei den Elektro-Riesen Media Markt und Saturn. Für Bundesjustizministerin Christine Lambrecht ein No-go: "Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel."

Als Grundlage wird ein neues Gesetz genutzt, dass der Bundestag vergangene Woche verabschiedet hat. Dieses Gesetz besagt, dass Mieterinnen und Mietern, die infolge der Corona-Krise nicht zahlen können, drei Monate lang nicht gekündigt werden darf. Das gilt sowohl für Gewerbe- als auch Wohnmieten.

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