Salzige Versuchung Mee(h)r Salz? 5 geniale Würz-Tipps für das perfekte Steak

Redaktion Männersache
Gebratenes Steak mit Meersalz
© iStock/karandaev

Die Grill-Saison steht vor der Tür! Für den perfekten Genuss vom Rost braucht es oft nicht mehr als zwei Zutaten: ein saftiges Steak und würziges Meersalz. 

Vergiss komplizierte Marinaden! Männersache zeigt fünf genial-einfache Tricks, wie mit dem elementarsten aller Gewürze, Meersalz, der pure Genuss eines perfekt gebratenen Steaks in ungeahnte geschmackliche Höhen katapultiert wird.

Von selbst gemachtem Räuchersalz bis zum Steak in der Salzkruste: Diese salzigen Versuchungen bringen neue Dimensionen des Steak-Genusses!

 

Das Geheimnis des perfekten Steaks

Das Geheimnis des perfekten Steaks: Entwässern mit Salz
Das Geheimnis des perfekten Steaks: Entwässern mit Meersalz © iStock/Katarina_B

Meersalz gibt nicht nur Geschmack, sondern entwässert auch. Diesen Effekt sollte jeder BBQ-Freund zu seinem Vorteil nutzen. 

Wenn Meersalz auf das Steak gestreut wird, tritt Wasser aus dem Fleisch aus. Wird erst kurz vor dem Grillen gesalzen, umhüllt Wasser das Beef und verhindert so scharfes Angrillen. 

Das "weiße Gold" gilt als sogenannter Fleischzartmacher. Seine Enzyme lockern die Fleischfasern und bewirken einen butterweichen Steak-Genuss!

Der Profi-Trick:

  1. Salze das Steak rund eine Stunde bevor es gegrillt werden soll. Streue dazu etwa je einen Teelöffel grobes Meersalz auf beide Seiten des Fleisches.
  2. Bereits nach wenigen Minuten wirst du erkennen, dass die Oberfläche wässrig wird.
  3. Nach einer Stunde wird der Tellerboden und das Steak mit Wasser bedeckt sein. 
  4. Entferne das ausgetretene Wasser als nächsten Schritt, wasche das Steak gründlich und tupfe es mit Küchenrolle trocken. 
 

Kräuterbutter für den Frische-Kick

Steak und Kräuterbutter - eine perfekte Kombi
Steak und Kräuterbutter - eine perfekte Kombi © iStock/Lisovskaya

Kräuterbutter verfeinert jedes Steak. Die cremige Butternote samt den frischen Kräutern setzt dem saftigen Beef die Gourmet-Krone auf und verleiht ihm eine mediterrane Note.

Wie auch bei der Qualität des Fleisches ist hier wichtig, auf frische Zutaten für den Gaumenkitzel zu achten. Anstatt die fertige Option aus dem Supermarkt-Regal zu nehmen, kann köstliche Kräuterbutter auch in wenigen Minuten mit Kräutern vom Balkon oder aus dem Garten selbst hergestellt werden.

Zutaten:

  • 200 g weiche Butter
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 TL Oregano
  • 5 Blätter Basilikum
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Meersalz oder auch Bio-Kräuter-Meersalz mediterran

Zubereitung:

  1. Die weiche Butter mit einem Handrührgerät schaumig schlagen. Kräuter waschen, fein hacken und unter die Butter rühren. Knoblauch abziehen und pressen. Ebenso unter die Butter heben.
  2. Mit Meersalz oder Kräutersalz abschmecken.
  3. Butter in Frischhaltefolie zu einer dicken Rolle formen und im Kühlschrank mindestens eine Stunde kalt stellen. Aus der Folie nehmen und in Scheiben schneiden.
 

Zwiebel-Confit: Marmelade als Steak-Topping

Zwiebel-Confit: Würzige Marmelade für das perfekte Steak
Zwiebel-Confit: Würzige Marmelade für das perfekte Steak © iStock/karandaev/sitriel - Montage: Männersache

Zwiebel-Confit ist eine Art Marmelade aus in Essig oder Wein gekochten Zwiebeln mit Gewürzen. Es rundet durch seine feinen Aromen den Geschmack von Steaks perfekt ab - und ist leicht herzustellen.

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g rote Zwiebeln 
  • 4 Zweige frischer Thymian 
  • 4 EL Butter 
  • feines Meersalz
  • 1 Prise frisch gemahlener Pfeffer 
  • 2 EL brauner Vollrohrzucker 
  • 50 ml Aceto Balsamico oder einen anderen dunklen Balsamico

Zubereitung:

  1. Die Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Die Thymianblättchen von den Stielen zupfen.
  2. Butter in einer Pfanne schmelzen, die Zwiebeln darin mit den Thymianblättchen ca. 20 bis 30 Minuten bei mittlerer Temperatur dünsten. Dabei regelmäßig rühren und mit feinem Meersalz und Pfeffer würzen. Sei mit Pfeffer sparsam.
  3. Bringe in einer zweiten Pfanne den Zucker zum Schmelzen. Lasse ihn karamellisieren und lösche ihn mit Essig ab.
  4. Gib die Zwiebeln in die zweite Pfanne und lasse das Confit weitere 15 Minuten bei kleiner Hitze köcheln, bis der Balsamico verkocht ist. Je langsamer die Zwiebeln schmoren, desto besser schmecken sie.
 

BBQ-Raffinesse mit Rauchsalz

BBQ-Aroma: Vor allem in Amerika ist Rauchsalz beliebt
Vor allem in Amerika ist Rauchsalz beliebt © iStock/ grandriver

Durch seine besondere BBQ-Note verleiht Rauchsalz Fleisch (oder auch Fisch) einen würzigen Kick – und das nicht nur beim Grillen. So schmeckt selbst ein Steak aus der Pfanne, als käme es direkt vom Holzkohlegrill. 

Vor allem in den USA ist das Rauchsalz-Aroma beim BBQ unersätzlich geworden. Auch in Deutschland ist das würzige Meersalz im Kommen.

Männersache zeigt dir, wie einfach du Rauchsalz selber herstellen kannst. 

Zutaten: 

  • grobes Meersalz
  • Räucherchips 
  • Gewürze wie Lorbeerblätter, zerdrückte Pfefferkörner und Wacholderbeeren
  • Wasser

Herstellung:

Am besten eignet sich für die Herstellung die restliche Glut im Grill. Profis verwenden zum Räuchern einen Smoker, es geht aber auch ohne. Um dein eigenes Rauchsalz zu machen, benötigst du einen Grill mit Deckel. Nur so kann sich im Inneren des Grills Rauch bilden.

  1. Räucherchips und Gewürze in kaltem Wasser rund 30 Minuten lang einweichen.
  2. Fülle das grobe Meersalz in eine flache Metallschale und verteile es gleichmäßig. Die Schicht sollte nicht zu dick sein, damit der Rauch sich gut um die Salzkörner verteilen kann.
  3. Gieße nun die Räucherchips-Mischung ab und drücke das restliche Wasser aus.
  4. Die gewässerten Räucherchips und Gewürze kommen direkt auf die Glut. Stelle die Metallschale mit dem Meersalz auf einen Grillrost darüber. Lege den Deckel auf den Grill, um die Luftzufuhr zu reduzieren. 
  5. Das Meersalz ist fertig geräuchert, wenn es sich leicht gelblich bis bräunlich verfärbt hat. Das dauert etwa 20 bis 30 Minuten.
  6. Lasse es abkühlen. Anschließend kannst du dein selbst hergestelltes Rauchsalz in Gläsern mit Schraubverschluss aufbewahren. 
 

Der Aroma-Safe: Steak im Salzmantel

Steak im Salzmantel
Steak im Salzmantel © iStock/Foxys_forest_manufacture/MarynaVoronova - Montage: Männersache

Dorade im Salzmantel gehört zu den Klassikern der mediterranen Küche. Die Salzkruste schützt die Aromen beim Garen aus, alle Nährstoffe werden geschont und der Eigenschmack kann sich besser entfalten.

Der Trick mit dem Salzteig lässt sich auch bei Steaks anwenden und wirkt für das saftige Fleisch wie ein Aroma-Safe. 

Zutaten: 

  • 1 kg Rumpsteak (küchenfertig)
  • Pfeffer
  • 1 El Öl
  • 2 kg grobes Meersalz
  • 1 Eiweiß (Kl. M)
  • 8 Salbeiblätter
  • 4 Zweige Rosmarin
  • 4 Stiele Thymian
  • 1 TL getrockneter Estragon

Zubereitung:

  1. Den Fettrand vom Rumpsteak entfernen. Das Steak mit Pfeffer würzen und in einer Pfanne im Öl rundherum scharf anbraten. Herausnehmen und abkühlen lassen.
  2. Das grobe Meersalz mit circa 40 ml Wasser und dem Eiweiß mischen. Ein Drittel der Masse auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen.
  3. Rumpsteak und Kräuter darauf legen. Das Fleisch mit dem restlichen Meersalz vollständig einpacken.
  4. Im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad (Gas Stufe 2-3, Umluft 170° Grad) auf der untersten Schiene 40 Minuten garen. Aus dem Ofen nehmen und rund 10 Minuten ruhen lassen.
  5. Salzkruste aufbrechen und das Rumpsteak herausnehmen. In dünne Scheiben schneiden.
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