Strand-Schock Blutige Ozean-Attacke: Meeresläuse fressen Füße von 16-Jährigem

Redaktion Männersache 16.02.2018
Meeresläuse haben die Füße und Beine des 16-jährigen Sam Kanizay blutig gebissen
© Unilad

Schock am Strand: Der 16-jährige Sam Kanizay wurde am vergangenen Wochenende mit zahlreichen stecknadelgroßen Bisswunden in ein Krankenhaus eingeliefert.

Erst nach Stunden gelang es Ärzten in Melbourne, die Blutungen an Füßen und Beinen zu stillen.

Sam hatte sich nach einem Fußballspiel am Strand die Beine in kaltem Meerwasser gekühlt.

Als er das Meer nach einer halben Stunde verließ, entdeckte er die Verletzungen.

Zunächst konnten die Mediziner und Meeresbiologen nicht sagen, welche Kreaturen die Wunden verursacht hatten.

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Gier nach Fleisch

Deshalb suchte Sams Vater nach Tieren, die seinen Sohn attackiert haben könnten.

Er kehrte mit einem Kescher voll Fleisch an den Strand zurück und habe damit winzige, käferähnliche Tierchen gefangen.

Ein von ihm aufgenommenes Video zeigt, wie sich Dutzende der Kreaturen über das Fleisch hermachen.

Am Dienstag identifizierte die Meeresbiologin Genefor Walker-Smith nun die für die Verletzungen verantwortlichen Tiere.

Demnach handelt es sich um sogenannte Meeresflöhe, auch Meeresläuse genannt.

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Ein Zufall?

Sie sind eine Unterart von Amphipoden, kommen in allen Weltmeeren vor und werden zwischen sechs und 13 Millimeter groß.

Normalerweise vergehen sich die Flöhe (Lysianassid Amphipod) nur an toten Fischen oder Seevögeln.

"Eigentlich greifen sie keine Menschen an. Das war ein dummer Zufall",  erklärt die Biologin dem Fernsehsender ABC.

Sam habe die Bisse wegen der niedrigen Temperaturen vermutlich nicht bemerkt.

"Normalerweise spürt man das und reibt die Tiere einfach weg", so Walker-Smith.

Die Biologin vermutet deshalb, dass der 16-Jährige in der Nähe eines toten Tieres stand und die Läuse schließlich auf ihn wechselten:

"Er stand einfach lange Zeit still im kalten Wasser. Das hat ihnen viel Zeit gegeben, zuzuschnappen."

Eine Gefahr für den Menschen besteht laut Walker-Smith jedoch nicht – ganz im Gegenteil:

"Wenn wir sie nicht hätten, dann wäre das Meer voll von toten Fischen und toten Vögeln. Sie sind einfach Teil der Nahrungskette, der Kette des Lebens."

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