Kurios

Mann verlässt Familie – um als 6-jähriges Mädchen zu leben

Der Kanadier Stefonknee Wolschtt ist ein Transgender, der seine Frau und die sieben gemeinsamen Kinder verlassen hat, um ein neues Leben als sechsjähriges Mädchen zu beginnen.

Stefonknee Wolschtt und ihre Adoptiveltern
Stefonknee Wolschtt und ihre Adoptiveltern Foto: dailyextra/YouTube

Stefonknee (ausgesprochen "Stephanie") war 23 Jahre lang verheiratet, bis sie feststellte, dass sie ein Transgender ist. Heute lebt die 46-Jährige bei Adoptiveltern, berichtet der Independent.

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"Ich kann nicht leugnen, dass ich verheiratet war. Ich kann nicht leugnen, dass ich Kinder habe. Aber ich Blicke nach vorne und bin wieder ein Kind geworden",  sagt Stefonknee im Video ganz unten. „Ich will jetzt nicht erwachsen sein.“

Stefonknee sagt, ihre Ehefrau konnte nicht akzeptieren, dass sie ein Transgender sei und stellte das Ultimatum "du hörst auf, eine Transe zu sein, oder gehst!" Sie ging.

Von ihrer Familie missverstanden und ausgestoßen, findet Stefonknee eine Adoptivfamilie, die sie akzeptiert und "vollkommen einverstanden ist, dass [sie] ein kleines Mädchen" ist.

Die Adoptiveltern wollten eine kleine Schwester für ihre jüngste Enkelin und dachten, Stefonknee sei eine geeignete Lösung.

"Wir haben eine tolle Zeit. Wir malen und machen andere Kinder-Sachen", freut sich die Wahl-6-Jährige.

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Stefonknee Wolschtts Identitätskriese resultierte in mehreren Selbstmordversuchen. 2009 unterzog sie sich aufgrund ihrer Suizidgedanken einer Therapie.

Nach ihrer Entlassung wurde sie von ihrer Ehefrau der Belästigung und häuslichen Gewalt beschuldigt und schließlich angeklagt, um eine einstweilige Verfügung gegen sie zu erwirken.

2012 wurde sie von ihrer Tochter auf ihre Hochzeit eingeladen, mit der ausdrücklichen Bitte, sich wie "ihr Vater anzuziehen", in der Kirche in der letzten Reihe zu sitzen und kein Familienmitglied anzusprechen. An diesem Tag verübte Stefonknee ihren letzten Suizidversuch – ohne Erfolg.

Heute lebt Stefonknee als Transgender und bekommt für ihren Mut, sich geouten zu haben, viel Zuspruch und Anerkennung, vor allem von der LGBT-Gemeinde.

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