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Mann stirbt an einer Überdosis Koffein

Eine gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass Lukasz Sandelewski aus Peterborough, England an einer Überdosis Koffein gestorben ist.

Kaffee und Koffein
Kaffee und Koffein (Symbolbild) Foto: iStock / ediebloom

Tod durch Überdosis Koffein

Der 36-jährige Lukasz Sandelewski wurde in seinem Zimmer in dem Wohnhaus in der Scotney Street in Peterborough als nicht ansprechbar aufgefunden, nachdem seine Mutter ihn am 5. Dezember 2019 nicht erreichte und daraufhin einen seiner Mitbewohner kontaktierte, berichtet Cambridge News.

Eine Untersuchung ergab, dass der gebürtige Pole eine Blutkoffeinkonzentration von 282 Mikrogramm Koffein pro einem Milliliter Blut aufwies. Normalerweise können bereits 80 Mikrogramm Koffein pro einem Milliliter Blut für einen Menschen tödlich sein.

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Was geschehen ist

Lukasz Sandelewski kam in der Nacht zum 5. Dezember nach Hause und telefonierte noch bis sieben Uhr morgens. Am Abend desselben Tages erreichte ein Mitbewohner von Lukasz eine Facebook-Nachricht von dessen Mutter, die sich Sorgen um ihren Sohn machte und den Mitbewohner bat, nach diesem zu schauen.

Der Mitbewohner fand Lukasz mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden liegend, um ihm herum zahlreiche leere Dosen.

Kein Selbstmord

Aussagen der Mitbewohner zufolge trank Lukasz in den Wochen vor seinem Tod mehr Alkohol als gewöhnlich. Ein unmittelbarer Test ergab zwar einen erhöhten Alkoholpegel im Blut des Opfers, der allerdings bei Weitem nicht tödlich war.

Selbstmord wurde ausgeschlossen, da es keinerlei Indizien dafür gab und auch kein Abschiedsbrief gefunden wurde.

"Sein Tod war die unbeabsichtigte Folge einer vorsätzlichen Handlung", formuliert es Gerichtsmediziner Sean Horstead.

"Es ist unklar, wie oder auf welche Weise der Verstorbene sehr viel Koffein konsumiert hat, aber die Koffein-Toxizität ist die Ursache für seinen Tod", so der Gerichtsmediziner weiter. "Er hat absichtlich eine bedeutende und tödliche Menge Koffein konsumiert, aber ich bin überzeugt, dass die Konsequenzen davon nicht von ihm beabsichtigt waren."