Indien

Mann pflanzt täglich einen Baum auf abgelegener Insel - seit 40 Jahren

Mit bloßen Händen pflanzt ein Mann jeden Tag einen Baum auf einer abgelegenen Insel. Sein Wald ist bereits größer als der New Yorker Central Park.

Jadav Payend und sein Wald
Jadav Payend und sein Wald Foto: YouTube / William D McMaster

Jadav Payeng lebt auf der indischen Insel Majuli, der größten Flussinsel der Welt. Die 421 Quadratkilometer große Insel ist das Zuhause von 140.000 Menschen, wird aber auch unter anderem von über 100 Elefanten, Tigern und Nashörnern bewohnt.

Payeng begann seine Mission, die Landschaft und Umwelt um ihn herum zu verbessern, 1979, im Alter von 16 Jahren. Damals pflanzte er seinen ersten Baum. Heute beträgt die Fläche seines selbst angepflanzten Waldes unglaubliche 550 Hektar und ist somit wesentlich größer als der Central Park, der eine Fläche von knapp 350 Hektar ausmacht.

Payeng, der zusammen mit seiner Frau eine kleine Farm betreibt und von dem Verkauf von Milch lebt, versichert, dass er seine Aufgabe bis zum Ende seines Lebens fortführen werde.

2007 wurde der Fotograf Jita Kalita auf den Inder und seine Geschichte aufmerksam. Seine Dokumentation "Forest Man" über Payeng haben auf YouTube bereits über drei Millionen Menschen gesehen.

Payeng, der jeden Tag um drei Uhr morgens aufwacht und auf einem Bott zu seinem Wald fährt, dachte zuerst, Kalita sei ein Wilderer. Als er herausfand, dass dem nicht so war, erzählte er dem Fotografen über sein Projekt.

Wissenschaftler loben das vorbildliche Vorgehen des Inders. 2015 wurde er von der indischen Regierung mit dem Padma-Shri-Zivilpreis geehrt.

"Menschen verbrauchen alles, bis nichts mehr da ist", Jadav Payengs Beobachtung ist bitter, aber zutreffend. "Nichts ist vor Menschen sicher, nicht einmal Tiger oder Elefanten."