Verrücktes Gesetz Longyearbyen: In dieser norwegischen Stadt ist es verboten, zu sterben

Tobias | Männersache 13.04.2018
In Longyearbyen ist sterben verboten
© Getty Images / MARTIN BUREAU

Auf Longyearbyen gilt seit 1950 ein offizielles Gesetz, das einem das Sterben auf der Insel untersagt.

Genau genommen besagt es, dass man sich zum Sterben doch bitte gefälligst aufs Festland begeben solle. Und damit die Leute diesem Gesetz Folge leisten, gibt es in Longyearbyen weder Pflegedienste, noch Krankenhäuser oder ein Altenheim.

Denn Spitzbergen liegt so weit im Norden, dass hier der Boden dank Permafrost konstant gefroren ist. Das macht eine Beerdigung ungemein schwierig. Alles, was in den Boden kommt, wird durch die Kälte konserviert und verrottet nicht. Im schlimmsten Fall kommen die Kadaver wieder an die Oberfläche.

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Darum wurde auf dem kleinen Inselfriedhof, auf dem 33 Seelen ruhen, auch schon seit 1938 kein Mensch mehr begraben. Und was passiert, wenn man doch auf der Insel sterben sollte?

"Sterben können Sie natürlich schon, aber es gibt keine Möglichkeit, hier auch beerdigt zu werden", sagte der Tourismusbeauftragte Ronny Bruvoll gegenüber TRAVELBOOK. Wer doch seine letzte Ruhe auf der Insel finden möchte, der muss sich einäschern lassen. In diesem Zustand darf man auf der Insel verstreut werden.

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