Sie wollen unser Blut Lebensgefahr: Kriebelmücke in Deutschland auf dem Vormarsch

Michael | Männersache 04.06.2018

Es sind Vampire unterwegs. Sie sind klein, dafür aber viele. Und sie sind auf dem Vormarsch. Bei der Kriebelmücke juckt es einen schon, wenn man nur ihren Namen ausspricht. Aber beim Juckreiz bleibt es leider nicht.

Kriebelmücken stechen nicht, sie beißen zu. Und das kann nicht nur lästigen Juckreiz nach sich ziehen, sondern auch Schwellungen und offene Wunden, die sich sogar zu einer tödlichen Blutvergiftungen ausweiten können.

Dabei ist der Parasit nur zwei bis sechs Millimeter große und sieht eher einer Fliege als einer einheimischen  Mücke ähnlich.

Im Gegensatz zu letzteren sind Kriebelmücken sogenannte "Poolsauger", das heißt sie erzeugen mit ihren scharfen Mundwerkzeugen eine Wunde, in der sich Blut sammelt, welches sie dann aufsaugen.

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Je nach Witterung können bis zu fünf Mücken-Generationen pro Jahr schlüpfen, am häufigsten kommt die Kriebelmücke von Frühling bis Herbst vor.

Im Haus ist  man allerdings vor ihnen sicher, Kriebelmücken fliegen den Menschen nur im Freien an, Wohnungen und Ställe meiden sie.

Der schmerzlose Biss macht sich durch einen kleinen Blutpunkt bemerkbar, der bald darauf anfängt zu jucken und zu schmerzen. Auch nach Tagen kann es noch zu Schwellungen und eitrigen Bläschen kommen, da der Speichel der Kriebelmücke giftig ist.

Er hat auch eine gerinnungshemmende Wirkung und werden diverse toxische Komponenten in die Blutbahn eingebracht, deren Wirkungsweisen bisher noch nicht restlos geklärt sind.

Allergische Reaktionen können sehr heftig ausfallen und je nachdem wo das Insekt zugebissen hat, können auch Atemwegskomplikationen auftreten.

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Hat man einen Biss festgestellt und es stellt sich eine leichte Schwellung ein, reicht es, die betroffenen Stellen zu kühlen, am besten direkt mit Wasser oder Eis. Durch Desinfektionsmittel senkt man das Entzündungsrisiko.

Tritt keine Besserung nach einem Biss ein, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ist die Schwellung größer empfiehlt sich der Einsatz von Antiallergika-Gels, Dermatokortikoiden und antibiotikahaltigen Salben.

Die altbekannten Abwehrmaßnahmen gegen Mücken helfen auch bei der Kriebelmücke. Darüber hinaus sollte man, falls eine Allergie gegen die Bisse der Tiere bekannt ist, den Aufenthalt im Freien eher meiden, ebenso wie Feuchtgebiete.

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