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Kultusministerin droht Bundesliga mit dem Aus

Momentan ruht der Betrieb in den deutschen Fußball-Profiligen. Es wird gerade verhandelt, ob es am 15. Mai 2020 unter strengen Auflagen weitergehen kann. Eine Frau spricht dabei Klartext.

Susanne Eisenmann
Susanne Eisenmann Getty Images / Javier Soriano

Weitermachen unter Auflagen

Eine Frau hat klare Worte für die Bundesliga im Gepäck und ihr Name ist dabei Programm: Susanne Eisenmann gibt sich stahlhart und eindeutig bezüglich der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im deutschen Profifußball.

Bei den Verhandlungen von Kanzlerin Merkel mit den Kultusministerinnen und Kultusministern der Länder geht es darum, unter welchen Auflagen die Wiederaufnahme des Spielbetriebs sichergestellt werden kann.

Ministerin mit klarer Ansage

Dabei sind alle Beteiligten davon überzeugt, dass dies gelingen kann und auch geschehen soll, da der Fußball in Deutschland eine wichtige soziale Funktion innehabe und deswegen Rahmenbedingungen für die Umsetzung geschaffen werden: "Darauf können sich die Vereine verlassen". 

Aber: Es dürfe auch nicht der Eindruck entstehen, die Profis könnten sich alles erlauben und immer eine Extrabehandlung einfordern. Darüber hinaus unterliegen sie denselben Hygienevorschriften wie der Rest der Republik. Fehlverhalten wie das einiger Herthaspieler um Stürmerstar Solomon Kalou dürften sich nicht wiederholen:

„Der Fußball hat eine Vorbildfunktion, der er gerecht werden muss.“
Susanne Eisenmann

Notfalls wird Spielbetrieb eingestellt

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann verleiht dieser These Nachdruck, indem sie in Aussicht stellt, im Falle der Nichtbeachtung gewisser Vorschriften den Spielbetrieb auch sofort wieder einstellen zu wollen:

"Sämtliche Lockerungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens stehen derzeit unter dem Vorbehalt des weiteren Infektionsgeschehens. Umso wichtiger ist es – auch für die Branche selbst –, dass der Fußball nicht im Verdacht steht, für ihn sei alles erlaubt." Und weiter:

„Sollte es eklatante Verstöße geben, wird das Ganze eben wieder beendet. Alles andere wäre nicht vermittelbar“
Susanne Eisenmann

Seit Dezember 2019 verbreitet sich das Coronavirus. Ausgehend von der chinesischen Millionenstadt Wuhan hat die Epidemie mittlerweile alle Kontinente erreicht. Bislang starben nach WHO-Angaben weltweit über 241.000 Menschen an der rätselhaften Lungenkrankheit, über 3.400.000 haben sich infiziert (Stand: 6. Mai 2020).

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