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Karrieresprung

Krankenschwester kündigt Job, um bei LIDL zu arbeiten - "Mehr Geld, weniger Stress"

Wer beim Discounter Regale einräumt hat offensichtlich den Turbo für seine Karriere noch nicht gefunden. Die Arbeit ist wenig inspirierend und die Bezahlung schreit nicht gerade nach Malediven-Urlaub. Man macht diesen Job, bis einem etwas Besseres über den Weg läuft, oder?

Krankenschwester wechselt zu LIDL
Krankenschwester wechselt zu LIDL Getty Images/Anthony Devlin/Remus Kotsell (Collage Männersache)

Falsch.

Manche Arbeitsverhältnisse sind derart stressig und dabei noch schlechter bezahlt, dass die Betroffenen kein Problem damit haben, zu LIDL zu wechseln und Dosenpfirsiche einzuräumen.

So hat es nun eine Krankenschwester gemacht. Eigentlich hatte sie hehre Ziele mit ihrem vormaligen Traumberuf verknüpft: "Ich wollte einen Job machen, der etwas bewirkt."

Aus und vorbei. Sie konnte sich nicht weiter im Krankenhaus verheizen lassen. Als ein LIDL in ihrer Nachbarschaft aufmachte, kündigte sie und fing beim Discounter an.

"Der Wechsel hat sich gelohnt. Ich habe jetzt mehr Geld und weit, weit weniger Stress" sagt die Ex-Krankenschwester, die ihren Namen nicht nennen möchte.

Leider sei dies ein aktueller Trend. Schon jetzt würden viele Krankenschwestern hinschmeißen und sich andere Jobs suchen. Dadurch müsse aber das verbliebene Personal noch mehr arbeiten, obwohl vorher schon keine vernünftige Versorgung mehr garantiert werde konnte. Ein Teufelskreis.

All dies klingt nach deutschem Pflegenotstand, passiert ist diese Geschichte jedoch in England, wo der NHS (National Health Service) ohnehin kurz vor dem Kollaps steht und nach vollzogenem Brexit wohl endgültig auseinanderfallen wird.

Premierministerin Theresa May hat diesen Notstand jüngst in einer Rede angeschnitten und eine zusätzliche Finanzspritze in Höhe von 20 Milliarden Pfund versprochen. Finanziert werden soll diese durch die Einsparungen, die man durch den Brexit macht.

Erstaunlich wie verblendet man sein kann oder vielleicht sogar sein muss, um eine solche Aussage zu treffen. Möglicherweise ist Frau May ein paar Monate nach vollzogener Trennung von London und Brüssel ihren Job los.

Dann könnte sie Krankenschwester werden. Oder bei LIDL Regale einräumen.

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