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Krankenkasse und Rentenversicherung: Regierung plant Beitragshammer

Im Angesicht der Corona-Krise droht Beitragszahlern eine saftige Erhöhung ihrer Krankenkassenbeiträge. Auch in Sachen Rentenversicherung gibt es schlechte Nachrichten.

Stethoskop
Deutschland droht eine massive Erhöhung der Krankenkassenbeiträge Foto: iStock/TeamDAF

Krankenkasse: Regierung plant Beitragshammer

Nach Ansicht vieler Experten könnten sich die Krankenkassenbeiträge in Deutschland bald verdoppeln, wenn die Regierung nicht gegensteuert. Verantwortlich sind die immensen Ausgaben der gesetzlichen Kassen aufgrund der grassierenden Corona-Pandemie.

Konkret geht es um einen Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrags von aktuell 1,3 Prozent auf eventuell bald 2,5 Prozent.

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Kritik am Prozedere

In einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion heißt es: "Die COVID-19-Pandemie stellt neben den medizinischen Herausforderungen auch eine besondere finanzielle Belastung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) dar, die mit keiner Krise aus der jüngeren Vergangenheit vergleichbar ist."

Laut Bundesregierung wird die jetzige Krise den durchschnittlich gesetzlichen Beitragszahler im kommenden Jahr rund 180 Euro kosten, wie der Focus berichtet.

Die gesetzlichen Krankenkassen werden von der Pandemie doppelt in die Zange genommen. Zum einen werden sie durch zusätzliche Kosten belastet, zum anderen brechen aufgrund der Konjunkturkrise Beitragseinnahmen weg.

Keine guten Nachrichten auch vor Rentenversicherten

Die Rentner in Westdeutschland müssen sich wegen des wirtschaftlichen Einbruchs infolge der Corona-Pandemie im kommenden Jahr zudem auf eine Nullrunde einstellen. Im Osten Deutschlands werden die Renten dagegen voraussichtlich um 0,72 Prozent angehoben, wie der alternierende Vorsitzende des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel, am 11. November 2020 mitteilte.

In den zehn Jahren zuvor sind die Renten in Ost und West übrigens immer erhöht worden.