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Ein paar Bananenkisten für 50 Millionen Euro: Prozess gegen Koks-Schmuggler

Es klingt wie das Drehbuch zu einem B-Movie: Riesige Ladung Kokain in Bananenkisten geschmuggelt und aufgeflogen. Jetzt hat der Prozess begonnen.

Koksfund zwischen Bananen
Koksfund zwischen Bananen (Symbolbild) Foto: Getty Images / Odd Andersen

Eine halbe Tonne Kokain

Es war ein aufsehenerregender Fund, als im Dezember 2019 in den Bananenkisten eines bayerischen Obsthändlers in Neu-Ulm 500 Kilogramm Kokain gefunden wurden.

Schnell stellte sich damals heraus: Der Händler hat mit der Sache nichts zu tun, zeigte den Fund selber bei der Polizei an.

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Sechs Täter festgenommen

Das Rauschgift wurde gegen ein Imitat ausgetauscht und ein Spezialkommando der bayerischen Polizei nahm kurz darauf sechs Personen fest, als sie in das Lager des Händlers einbrachen, mutmaßlich, um die Kisten mit dem Kokain zu klauen.

Zum Prozessauftakt zeigten sich die Angeklagten uneinsichtig. Entweder gaben sie an, nichts von den Drogen gewusst zu haben oder verweigerten die Aussage komplett.

Es drohen bis zu 15 Jahre Haft

Diese Taktik – trotz eindeutiger Beweislage – hat einen guten Grund, drohen den Angeklagten bei einer Verurteilung doch jeweils bis zu 15 Jahre Haft.

Die Menge des sichergestellten Kokains hat in Deutschland einen Straßenwert von etwa 50 Millionen Euro. Ein Urteil in diesem Prozess wird für November erwartet.