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Auge um Auge?

Kenia: Neue Strafe für Wilderer spaltet das Land

Wie der Minister für Tourismus und Umwelt, Najib Balala, mitteilte, soll in Kenia in Zukunft die Todesstrafe für Wilderer verhängt werden.

Wilderern gehts an den Kragen
Wilderern geht's an den Kragen Wilderern geht's an den Kragen iStock / bucky_za, invisiblewl

Bisherige Strafen gegen Wilderer seien ineffizient, teilte der Minister mit. Die bisherige Höchststrafe für Wilderer liegt bei 200.000 Dollar, was etwa 166.700 Euro entspricht. Doch das hielt die Verbrecher bisher nicht davon ab, illegal wilde Tiere zu erlegen.

Erst vor wenigen Wochen starb Sudan, das letzte männliche Breitmaulnashorn. Mit seinem Ableben wurde das Ende seiner Art besiegelt.

Kenias Tourismusbeauftragten erklärten, dass der Trend der Wilderei insgesamt zurückgehe. Das läge zum einen an strengeren Gesetzen als auch an mehr Investitionen für die Erhaltung der Wildnis.

Dennoch berichtete der Independent, dass zu Beginn des Monats zwei Spitzmaulnashörner und ein Kalb illegal abgeschlachtet wurden. So grausam die Wilderei aber auch sein mag, mit der Todesstrafe stellt sich Kenia gegen die UN, die die Todesstrafe kategorisch ablehnt.

Bis jetzt ist der Vorschlag Balalas noch in kein Gesetz umgewandelt worden, aber bereits bei der Nutzung von Plastiktüten greift Kenia ungewöhnlich hart durch, um seine Umwelt zu schonen. Man darf also gespannt sein, ob Kenia auf Ernst macht.

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