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Keine Tiere mehr! Zirkus Roncalli setzt auf Hologramme

Bisher ziehen noch viele Zirkusse durch die Gegend, die echte Tiere im Schlepptau haben: Tiger, Bären, Elefanten. Roncalli geht jetzt einen anderen Weg.

Roncalli zeigt Wildtier-Hologramme
Hologramme statt Wildtiere: Zirkus Roncalli macht den Anfang. Foto: Flickr / Circus Roncalli

Zirkus Roncalli: Echte Tiere haben ausgedient

Wer als kleines Kind mit seinen Eltern im Zirkus saß, dem werden neben den Clowns sicherlich vor allem die wilden Tiere in Erinnerung bleiben. Staunend nimmt man die Show zur Kenntnis.

Aber schon als Heranwachsender riecht man den Braten. Das kann den Tieren nicht wirklich guttun, was man da zu sehen bekommt. Und schon kann man die Show nicht mehr genießen.

Seit Langem gibt es die Forderung, die Tiere aus dem Programm zu streichen und ihnen auf einem Gnadenhof noch ein paar schöne Jahre zu bieten.

Vorreiter unter den großen Zirkussen ist jetzt Roncalli. Alle lebenden Tiere sind abgeschafft. Verzichten muss man auf die Show trotzdem nicht: Ab jetzt gibt es Hologramme zu sehen.

Neues Programm setzt auf Hologramme

Das Programm "Storyteller – Gestern, Heute, Morgen" macht den Anfang. Und dem Publikum scheint es zu gefallen.

Virtuelle Pferde galoppieren durch die Manege, ein mächtiger Elefant erscheint und hinterlässt bleibenden Eindruck und sogar ein Goldfisch im XXXL-Format schwebt fröhlich an den staunenden Zuschauern vorbei.

Zirkusdirektor Bernhard Paul sagt dazu: "Wir haben unser Konzept verbessert und verfeinert. Wir sind jetzt tierfrei."

Die Zuschauer scheinen die neue Richtung anzunehmen. Momentan gastiert der Zirkus in Hamburg, das Programm haben nach Roncallis Angaben bereits eine halbe Million Menschen gesehen.

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