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"Kanzler für Klimaschutz": Olaf Scholz wegen Fotos in Erklärungsnot

Olaf Scholz bezeichnet sich selbst als "Kanzler für Klimaschutz". Jetzt zeigen Bilder vom Hamburger Flughafen jedoch sein bevorzugtes Reisemittel.

Olaf Scholz
Olaf Scholz bei einer Wahlkampfveranstaltung Foto: Imago / photothek

Wahlkampf scheint von außen betrachtet, vor allem stressig zu sein. Hier ein Triell, dort ein Interview, dann die Befragung im Finanzausschuss, anschließend eine Wahlkampfveranstaltung am anderen Ende von Deutschland. Bei so vielen Terminen sollte die Reisezeit dazwischen so kurz wie möglich gehalten werden - richtig?

Im Privatjet durch Deutschland

Olaf Scholz jedenfalls wählt die schnellste und wohl auch bequemste Reisemöglichkeit, die es derzeit gibt: den Privatjet.

Bilder vom Hamburger Flughafen, die Business Insider veröffentlichte, zeigen ihn, wie er mit dem Auto anreist und auf die Treppen des Privatjets umsteigt. Nächster Halt: Stuttgart, wo er einen Wahlkampftermin hat.

Währenddessen prangt auf seinen Wahl-Plakaten in großen Lettern "Kanzler für Klimaschutz". Ein Kontrast, der größer nicht sein könnte.

Obwohl zwischen privaten und politischen Maßnahmen unterschieden werden muss und Letzteres eine deutlich höhere Wirkkraft hat, wundert es trotzdem, dass Scholz ausgerechnet einen Privatjet nutzt, um durch Deutschland zu düsen.

10 Mal mehr Emissionen als Linienflug

Schließlich ist allgemein bekannt, dass Flugzeuge und vor allem solche, in denen weniger Menschen Platz finden, eine ziemlich schlechte Klimabilanz haben. Der britische Thinktank Common Wealth teilte die Ergebnisse einer Studie, denen zufolge ein Flug mit einem Privatjet zehnmal so viele Emissionen ausstößt wie ein Linienflug in der Economyclass.

Genau diese will Scholz jedoch im Rahmen seiner Klimaschutzmaßnahmen teurer machen. Mindestens 50,60 € pro Flug findet der Kanzlerkandidat angebracht - ein Flug dürfe schlicht nicht weniger kosten als allein die Flughafengebühren.

Dafür wolle die SPD Bahnfahrten günstiger machen. Warum der Kanzlerkandidat nicht mit gutem Beispiel vorangeht und den Prioritäten seiner politischen Maßnahmen auch selber folgt, bleibt unbeantwortet. Trotz mehrerer Anfragen von Business Insider äußert sich der SPD-Politiker nicht zu den Bildern.

Auch die CDU hat zugegeben, hin und wieder auf den Privatjet zu setzen, während Annalena Baerbock mit einem großen Bus zu ihren Wahlkampfterminen anreist, in denen auch ihr Team Platz findet.

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