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News-Update

Justizministerin: Kindesmissbrauch kein Verbrechen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sorgt mit ihrer Haltung hinsichtlich der juristischen Kategorisierung von Kindesmissbrauch für Schlagzeilen.

Christine Lambrecht
Christine Lambrecht im Oktober 2019 in Berlin GettyImages/Carsten Koall

Justizministerin: Kindesmissbrauch kein Verbrechen

Nachdem ein Gymnasiallehrer aus Münster aufgrund des Verdachts des Kindesmissbrauchs an dessen eigenem Sohn verhaftet wurde, wächst der Druck auf Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD).

Reform gefordert

Aus Reihen der Politik wird die Forderung laut, Missbrauch nicht länger als Vergehen, sondern als Verbrechen einzustufen. Dadurch würde sich die Mindesthaftstrafe von sechs auf zwölf Monate erhöhen.

Gegenüber der "Bild" hat sich ein Sprecher von Lambrecht zu der Forderung geäußert.

Lambrecht bleibt hart

Laut dem Sprecher gehöre Missbrauch "zu den schwersten Straftaten" und es drohen überführten Tätern bereits jetzt bis zu 15 Jahren Haft plus anschließende Sicherheitsverwahrung. In der Realität allerdings kommt dieses Strafmaß "nur" für schwere Wiederholungstaten zur Anwendung.

Missbrauch soll nach der Meinung von Lambrecht auch weiterhin nur als Vergehen und nicht als Verbrechen gewertet werden.

Lambrechts Begründung: Andernfalls "könnten die Gerichte auf Straftaten mit einem nur geringen Unrechtsgehalt nicht angemessen reagieren."

Im Jahr 2019 wurden in Deutschland nach Polizeiangaben 15.701 Kinder Opfer von sexuellem Missbrauch. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen.

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