Mysteriöser Meeresbewohner Dieser Junge hat einen außergewöhnlichen Spielgefährten

Redaktion Männersache 06.03.2018

Den Menschen in Vueltas stockte zunächst der Atem, als sie das morgendliche Schauspiel erblickten.

Im Hafen der kanarischen Hafenstadt beobachteten sie einen Jungen, der auf der untersten Stufe einer Landungstreppe offenbar einen gigantischen Oktopus mit den bloßen Händen fütterte.

Ein Junge füttert im Hafen von Vueltas einen Stechrochen
© YouTube/gekkovision

Immer wieder lockte Joel – so der Name des furchtlosen Jünglings – den pechschwarzen Ozeanbewohner mit seinen Freunden an, um ihm frische Fische ins Maul zu legen.

Deshalb überleben Weiße Haie nicht in Gefangenschaft

Deshalb siehst du nie Weiße Haie in Zoo-Aquarien

Lebensgefahr?

Im Hinblick auf die acht imposanten Fangarme des Tintenfisches eine potenziell lebensgefährliche Situation, die den Schaulustigen naturgemäß den Angstschweiß auf die Stirn trieb – zu Unrecht.

Bei genauerem Hinsehen bemerkten sie, dass die Kinder keinen Blauwal-verschlingenden XXL-Tintenfisch aus den unheilvollen Tiefen des Mariannengrabens fütterten, sondern einen Stechrochen mit mediterranen Snacks versorgten.

Wie YouTuber "gekkovision" berichtet, wurden 2013 im Hafen von Vueltas seit einiger Zeit immer wieder Stechrochen, Adlerrochen oder auch Schmetterlingsrochen gesichtet. Die Knorpelfische wurden auf ihrer Futtersuche von dem Beifang angelockt, den die Fischerboote während der Einfahrt in den Hafen routinemäßig über Bord werfen.

Dieser Tintenfisch entkommt von einem Fischerboot

Genialer Oktopus entkommt von Fischerboot

Stich ins Herz

Und obwohl zahlreiche Stachelrochen-Arten mit Gift durchsetztes Drüsengewebe in ihren Schwänzen besitzen, bestand für Joel und seine Freunde so gut wie keine Gefahr, da die Rochen ihren Schwanz hauptsächlich zu Verteidigungszwecken einsetzen.

Allerdings gerieten die rund 630 Arten starken Meeresbewohner zeiweise in Verruf, als der australischen Dokumentarfilmer Steve Irwin – auch bekannt unter dem Pseudonym "The Crocodile Hunter" – am 4. September 2006 bei Unterwasseraufnahmen am "Great Barrier Reef" an den Folgen des Stichs eines Stachelrochens in sein Herz starb.

Davon, dass Rochen grundsätzlich sehr umgängliche, menschenfreunldiche Zeitgenossen sind, kannst du dich im Video unten überzeugen.

Mehr zum Thema:
Hai frisst Kuh mitten im Ozean
Monster-Shark beißt Weißen Hai in zwei Hälften

 

Tags:
Copyright 2018 maennersache.de. All rights reserved.