News-Update

Jens Spahn warnt vor zweiter Corona-Welle

Seit einiger Zeit ist nichts mehr wie es war. Die Coronapandemie versetzt uns aller Leben in den Ausnahmezustand. Und der könnte noch lange andauern. Steht eine zweite Infektionswelle bevor?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Getty Images / Jens-Ulrich Koch

Ausnahmezustand wird Alltag

Langsam gewöht sich die Nation an die neue Weltlage:

Die Nachrichtensendungen widmen dem Coronavirus etwa 80 Prozent ihrer Zeit, danach noch das Wetter, damit man weiß, wie schön es draußen ist, während man selbst in den eigenen vier Wänden schmort. Anschließend eine Extrasendung zum Stand der Dinge, die in eine Talkrunde übergeht. Thema: natürlich Corona.

Und als wäre das noch nicht monothematisch genug, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch dies in petto: Es könnte eine zweite Welle der Coronapandemie durch die Nation schwappen.

Schon ist die Rede von "Alltagsmasken", was klingt, als gäbe es neben diesen auch eine schön gestylte Edel-Mundschutzmaske für Wochenenden und Feiertage.

Das neue Normal

Immerhin klingt es nicht so, als wolle Spahn etwas verheimlichen. Wir seien noch Monate davon entfernt, "dass alles wieder so ist, wie es vielleicht vor zwei, drei Monaten war im öffentlichen Leben", so der Gesundheitsminister. Vielmehr bekommen wir also bittere Medizin eingeflößt. Hoffentlich hilft die dann wenigstens.

Um die von ihm prognostizierte zweite Welle möglichst zu vermeiden, sei es unerlässlich, dass die Nation weiterhin die Regeln des Social Distancing befolge, sich häufiger die Hände wasche und in der Öffentlichkeit Masken trage.

Die bittere Medizin wirkt

Immerhin hatte Spahn auch dies im Gepäck:

„Mit den harten, einschneidenden Maßnahmen im Alltag, die wir ergriffen haben, ist es gelungen, die Ausbreitung des Virus deutlich zu verlangsamen“
Jens Spahn

Die Verbreitung des Virus ist damit zwar nicht gestoppt, aber sie steigt nicht mehr exponetiell, sondern vielmehr linear, was das Gesundheitssystem mit seinen begrenzten Ressourcen vor dem Kollaps bewahrt.

Bleibt abzuwarten, ob die momentane Disziplin der meisten Deutschen langsam aber stetig korrodieren wird, je länger der anfängliche Ausnahmezustand sich zum neuen Alltag etabliert. Wenn das passiert, weren die Fallzahlen zwangsläufig wieder ansteigen.

Seit Dezember 2019 verbreitet sich das Coronavirus. Ausgehend von der chinesischen Millionenstadt Wuhan, hat die Epidemie mittlerweile alle Kontinente erreicht. Bislang starben nach WHO-Angaben weltweit über 72.000 Menschen an der rätselhaften Lungenkrankheit, über 1.200.000 haben sich infiziert. (Stand: 8. April 2020).

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