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News-Update

Jens Spahn plant Ausweise für Corona-Immune

Gesundheitsminister Jens Spahn plant einen Immunitätsausweis bei überstandener Corona-Erkrankung.

Jens Spahn
Gesundheitsminister Jens Spahn Foto: Getty Images / ODD ANDERSEN

Jens Spahn und der Corona-Ausweis

In der Begründung für das “Zweite Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite”, das Teil des am vergangenen Mittwoch, den 29. April 2020 vom Bundeskabinett beschlossenen zweiten Corona-Pakets ist, heißt es:

“Durch die Gesetzesänderung wird ermöglicht, dass eine Immunitätsdokumentation künftig analog zu der Impfdokumentation die Grundlage dafür bietet, die entsprechende Immunität einer Person nachzuweisen.”

Dadurch könnten Gesundheitsämter künftig Personen von Einschränkungen ausnehmen, die gegen das Corona-Virus immun sind, berichtet Redaktionsnetzwerk Deutschland. So könnte z. B. die Kontaktsperre für Personen, die nachweislich immun gegen Covid-19 sind, individuell aufgehoben werden.

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Offene Fragen

Bevor ein solcher Corona-Immunitätsausweis überhaupt zum Einsatz kommen kann, muss wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass eine entsprechende Immunität vorliegt und darüber hinaus generell möglich ist. Wissenschaftler gehen nach einer überstandenen Corona-Infektion zwar von einer Immunität aus, bewiesen ist dies aber noch nicht. Unklar ist ebenfalls, wie lange die potenzielle Immunität hält.

Dieser Problematik ist sich der Gesundheitsminister bewusst und sprach am Mittwoch von einer vorausschauenden Maßnahme: "Das ist eine vorsorgliche Regelung für den Zeitpunkt, zu dem wir überhaupt sichere, abschließende Erkenntnisse zur Immunität haben."

Seit Dezember 2019 verbreitet sich das Coronavirus. Ausgehend von der chinesischen Millionenstadt Wuhan, hat die Epidemie mittlerweile alle Kontinente erreicht. Bislang starben nach WHO-Angaben weltweit über 238.000 Menschen an der rätselhaften Lungenkrankheit, über 3.300.000 haben sich infiziert (Stand: 4. Mai 2020).