Unfall bei Drückjagd Jäger wird von angeschossenem Wildschwein getötet

Tobias | Männersache 04.12.2017
Die Zähne eines Wildschweins können tödlich sein
© iStock/Neil_Burton

Am Sonntag wurde in der Nähe von Greifswald ein Jäger von einem angeschossenen Wildschwein getötet.

Im nordöstlichen Mecklenburg-Vorpommern gab es am Wochenende mehrere große Jagden auf Wildschweine. Das Agrarministerium hatte zum Abschuss von Wildschweinen aufgerufen, um das Risiko des Einschleppens der Afrikanischen Schweinepest aus Osteuropa zu minimieren.

Bei Neuenkirchen in der Nähe von Greifswald kam es dann zum tödlichen Aufeinandertreffen von Jäger und Wildsau. Der 50-jährige Mann entdeckte das angeschossene Tier bei der Nachsuche. Hierbei werden verletzte Tiere aufgespürt, um ihnen einen Gnadenschuss zu geben.

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Der Uckermark Kurier berichtet, dass der Jäger laut Zeugen noch einmal gefeuert und sich dann in einen Schilfgürtel begeben habe. Das Wildschwein habe den Mann dann am linken Oberschenkel schwer verletzt, woraufhin der Jäger zu Boden gegangen und mit dem Kopf einige Sekunden unter Wasser geraten sei.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte mit dem Rettungshubschrauber war der 50-Jährige bewusstlos. Alle Versuche einer Wiederbelebung scheiterten. Nun untersuchen Rechtsmediziner die genaue Todesursache.

Damit die Verletzungsgefahr durch Wildschweine minimiert wird, empfiehlt der Jagdverband und die Behörden besonders verstärkte Schutzhosen zu tragen und auch den Suchhunden Schutzwesten anzulegen.

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