Gaming-Update Innenminister fordert: "Wir müssen den Begriff E-Sport ausradieren"

Michael | Männersache 29.11.2018

Den Ton wird rauer in diesem Land. Die Frage, ob auch Computerspiele zu zocken ein Sport sein kann, spaltet offensichtlich die Gemüter.

E-Sport-Mannschaft
Foto:  iStock / gorodenkoff

In Hessen pflegt man seit Neuestem eine radikale Rhetorik. Wenn schon der Innenminister bei einem öffentlichen Auftritt davon spricht, etwas ausradieren zu wollen, dann eskaliert augenscheinlich die Lage zu bestimmten Themen.

Was ist passiert. Bei einem öffentlichen Auftritt inklusive Rede auf dem Darmstädter Turn- und Sportkongresses 2018 verwahrte sich der hessischen Innenminister Peter Beuth (CDU) dagegen, E-Sport, also das professionelle Computerspielen, als Sport zu definieren.

Mit kaum noch zu übertreffender Deutlichkeit kritisierte er die Gleichsetzung von Sport und E-Sport: "E-Sport hat mit Sport nichts zu tun. Wir müssen diesen Begriff ausradieren."

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Später relativierte er diese Aussage und hob hervor, dass es ihm vor allem darum ginge, die Kinder lieber auf dem Sportplatz zu sehen, als vor einem Computerbildschirm.

Dann legte er aber doch noch einmal nach: "E-Sportler sind keine Sportler, da bleibe ich konservativ."

Schätzungsweise haben die Personen, die Herrn Beuth an jenem Tag zuhörten, das jetzt durchaus begriffen.

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