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Wer, wie, wann, wo? Spahn legt Corona-Impfplan für Deutschland vor

Gesundheitsminister Jens Spahn hat einen detaillierten Impfplan für Deutschland vorgelegt.

Jens Spahn
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat einen detaillierten Impfplan für Deutschland vorgelegt Foto: GettyImages/ KAY NIETFELD

Spahn mit Corona-Impfplan für Deutschland

Hinsichtlich eines baldigen Impfstoffes gegen das Coronavirus gibt es seit einigen Tagen einige vielversprechende Nachrichten. Viele Experten rechnen damit, dass spätestens Anfang 2021 mit den flächendeckenden Impfungen begonnen werden kann – auch in Deutschland.

Wie das dann koordiniert werden soll, hat Gesundheitsminister Jens Spahn mit seinem Ministerium in einem Maßnahmenplan ausgearbeitet.

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Drei Impfphasen

"Bild" berichtet in diesem Zusammenhang von einem bislang noch unveröffentlichten 24-seitigem Papier, in dem Spahn seine Vorstellungen darlegt.

Ziel soll es sein, bereits 2021 eine möglichst hohe Durchimpfungsrate zu erzielen. Als Zielgruppe weist der Plan die Länder und Kommunen in Deutschland aus.

Demnach soll es drei Impfphasen geben. Die einzelnen Phasen orientieren sich dabei an der Menge des verfügbaren Impfstoffes.

  • Phase 1 tritt dann in Kraft, wenn "wenig" (1a) bzw. "mehr" (1b) Impfstoff zur Verfügung steht. In diesem Fall sollen Menschen in Deutschland in Impfzentren gegen das Coronavirus geimpft werde. Als Impfzentren werden dabei Messe- und Konzerthallen und auch Kirchen empfohlen.

  • Phase 2 tritt in Kraft, wenn ein "Impfstoff großflächig verfügbar" ist. In diesem Fall werden die Menschen in "ärztlichen Einrichtungen" von niedergelassenen Ärzten bzw. Betriebsärzten geimpft.

Weitere Details des Impfplans

  • Zunächst sollen "priorisierte Personengruppen" geimpft werden.

  • Jeder braucht einen Termin für die Impfzentren.

  • Bei Symptomen wird der Zutritt zu den Impfzentren verwehrt.

  • Pro Impfung werden 15 Minuten veranschlagt.

  • Ein Arzt soll am Tag rund 96 Impfungen vornehmen.

  • Im Anschluss an die Impfung ist eine "Beobachtung des allgemeinen Gesundheitsstatus" geplant, später folgt dann die zweite Impfung.

  • Pflegebedürftige Personen werden von mobilen Impfteams aufgesucht, dies gilt auch für Flüchtlinge, Obdachlose oder Menschen mit Suchterkrankungen.