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Impfpflicht in Österreich: Lehrer drohen mit Kündigung

In Österreich wurde die allgemeine Impfpflicht beschlossen. Jetzt drohen Lehrer mit der Massenkündigung.

Österreich Impfpflicht Lehrer
Foto: iStock / Dusan Stankovic

Am 19. November 2021 hat die Regierung in Österreich die allgemeine Impfpflicht beschlossen. Davon ausgenommen sind lediglich Kinder unter 12 Jahren sowie Schwangere.

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Wer bis zum 1. Februar 2022 nicht geimpft ist, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Diese können bis zu 7.200 Euro betragen, wie die "Ärzte-Zeitung" berichtet.

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Zehntausende demonstrieren

Pünktlich zur Verkündigung der Impfpflicht gehen Protestierende auf die Straße. Allein in Graz verzeichnet die Polizei 25.000 Demonstrierende.

Die Demo sei zwar friedlich verlaufen, jedoch wurde gegen drei Personen, die wohl den Hitlergruß zeigten, die Ermittlung aufgenommen. Außerdem wurden etliche Verstöße gegen die Maskenpflicht verzeichnet, wie die Berliner Zeitung schreibt.

Kanzler Schallenberg verteidigt seine Entscheidung in der italienischen Zeitung " Corriere della Sera" als einzigen Ausweg aus dem Teufelskreis der Corona-Pandemie. Österreich habe derzeit eine Impfquote von 67 Prozent. Der Kanzler sehe die Impfpflicht als kleineres Übel im Gegenzug zu Einschränkungen, die mit dem Lockdown einhergingen.

Lehrer setzen Schreiben auf

Doch nicht nur auf der Straße wird gegen die kommende Impfpflicht protestiert. 150 Pflichtschullehrer:innen aus Vorarlberg, einem Bundesland im Westen Österreichs, haben ein Schreiben an den Landeshauptmann aufgesetzt.

Sie drohen damit, ihre Arbeit aufzugeben, sollte die Impfpflicht tatsächlich eingeführt werden. Laut der österreichischen Presseagentur APA heißt es in dem Schreiben:

"Wir möchten Sie darüber informieren, dass 150 Lehrpersonen und Schulleiter aus dem Pflichtschulbereich - und viele mehr, die sich bis jetzt noch nicht zu diesem Schritt entschlossen haben - mit 1. Februar 2022 ihren Dienst für das Land Vorarlberg kündigen werden bzw. sich kündigen lassen, wenn eine allgemeine Impfpflicht in Österreich in Kraft tritt."

Weiter heißt es, dass die Lehrer:innen, die den Brief unterzeichnet haben, nicht bereit seien "unsere Energie und unsere Kräfte in den Dienst eines Landes zu stellen, das die Grundrechte seiner Bevölkerung mit Füßen tritt und ein Drittel davon gegen deren Willen zu einer experimentellen Impfung zwingen will".

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